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Grundschule muss das Radtraining abbrechen
Anwohner meckern über Sanierungszustände

Grundschule muss das Radtraining abbrechen: Anwohner meckern über Sanierungszustände
FOTO: Bischof
Jüchen. "Gestern bin ich auf Grund der Straßenfreigabe die neue Asphaltierung in Richtung Markt gefahren", beschwert sich Leser Alfred Bischof, "zu meinem Entsetzen habe ich kaum einen Unterschied bezüglich der Laufruhe zur alten Fahrbandecke bemerkt. Die Oberfläche ist so schlecht asphaltiert, das sich Regenwasser in den unzähligen Löchern sammelt und der Pkw bei Befahrung nur hin- und her geschaukelt wird." Damit ist Bischof nicht der einzige Leser, der die Sanierung der B59 kritisiert. Doch "Straßen NRW" verspricht, nachzubessern. Teilweise zumindest. Von Alina Gries

Die Baustelle ist weitergezogen und hat die Odenkirchener Straße zum Befahren wieder freigegeben. Nun wird ab Marktplatz bis zur Ecke Stadionstraße gebohrt. Diesmal vor allem zum Nachteil der Grundschule. "Seit der Sperrung an der Stadionstraße haben wir eine hohe Verkehrsbelastung", so Schulleiterin Katja Ridderbusch, "das Fahrradtraining am Montag mussten wir abbrechen, damit die Kinder nicht gefährdet sind." Sie hoffe das seitens "Straßen NRW" die Umleitung noch einmal angepasst werde. Denn im Rahmen der Umleitung wurde die Einbahnstraße an der Stadionstraße erst einmal aufgehoben und kann nun von beiden Seiten befahren werden. Dadurch folgt jedoch das Bus Chaos aus der Vergangenheit. Doch auch über die bisher sanierten Fahrbereiche gibt es Beschwerden. "Davon ausgehend, dass der Bereich Kölner Straße von Kreisverkehr ,Netto' bis Kreisverkehr Markt mit Stand des 11. September fertig ist und keine weitere Veränderung der Fahrbahnoberfläche vorgenommen wird, ist der Zustand erbärmlich", klagt auch Anwohner Stefan Gromberg, "bei Regen lässt sich erkennen, wie wellig die Straße ist, da sich das Wasser in Pfützen sammelt. Beim Befahren mit dem Pkw wackelt und ruckelt alles, da ständig Kanten oder Wellen im Asphalt sind. [...]." Doch Klaus Dahmen von "Straßen NRW" gibt an, dass eine Überprüfung seitens "Straßen NRW" noch stattfinden wird: "Wir werden die Strecke auf jeden Fall überprüfen. An der Stelle bei ,Opel Gerresheim' beispielsweise steht das Wasser. Dort wird noch einmal nachgebessert." Zu weiteren Stellen könne er keine konkreten Angaben machen. "Wir halten uns dabei an gewisse Toleranzen", erklärt er, "liegen die oberhalb, wird nachgebessert." Die Bedingung für die Rinnenführung sei aber beispielsweise an der B59 anderes als bei Landstraßen. "Dort liegen die Kanäle zum Beispiel außerhalb, das ist eine andere Situation", so Dahmen. Auch die Schilderführung sei Leser Bischof zu folge nicht entfernt worden: "Die Einbahnstraße an der Steinstraße von Seite Odenkirchener Straße wurde am Freitag wieder geöffnet, das Sackgassen- und Durchfahrtsverbotschild/Anlieger frei am anderen Ende allerdings nicht entfernt. Die Folge ist, dass nun die Straße von beiden Seiten befahren wird und es zu gefährlichen Verkehrssituation mit Gegenverkehr kommt", meint er. Und auch hier gibt Dahmen Entwarnung: "Montag und Dienstag mussten noch Dinge nachgerüstet werden, sodass vergangenes Wochenende der Verkehr beidseitig durch den den Kreisverkehr geleitet wurde. Das war nicht vorhergesehen. Bis Dienstag-Abend waren wir noch nicht ganz fertig. Der nächste Bauabschnitt ist aber eingeleitet. Wir sind hinterher, das es zügig weitergeht."

FOTO: Bischof

Alina Gries

(Kurier-Verlag)