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Das fängt ja gut an: 2018 wird bunt, vielfältig und echt jung

Das fängt ja gut an: 2018 wird bunt, vielfältig und echt jung
Patrick Wiersch und Manfred Höhne feiern als die „Rauchmeister“ ihr Einjähriges in der „Alten Feuerwache“. FOTO: Fotos: Archiv; Oli-P-Repro
Grevenbroich. Nichts los in Grevenbroich? Und vor allem nicht für junge Leute? Unsinn. Und das neue Jahr startet so, als wollte es genau dies beweisen: In den kommenden Tagen gibt es zwei tolle Events, die von jungen Grevenbroichern für junge Grevenbroicher gestaltet werden. Von Gerhard Müller

Da sind zum Beispiel Manfred Höhne und Patrick Wiersch, die vor Jahresfrist mit ihrem Projekt "Rauchmeister" im Erft-Kurier erstmals vorgestellt wurden. Und die in 2017 mit ihren Burger-Kompositionen für Furore gesorgt haben. Am Samstag wird ab 19 Uhr in der "Alten Feuerwache" Geburtstag gefeiert. Mit "pulled pork" und Musik. Für Letzteres sorgen "Butz Bravo" und anschließend Marc Pesch. Der Erlös des Abends geht ans "Café Kultus".

Uwe Trippen sorgt übrigens für die Cocktails und Frank Brocker hat den Ausschank übernommen. Karten gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen und bei den "Rauchmeistern", deren "Bacon-Burger" sich in 2017 zum echten Renner entwickelt hat. Der "Erdbeer-Burger", erinnert Höhne sich, hatte es anfangs schwer. "Doch als wir ihn in ,Einhorn-Burger' umgetauft haben, wurde er ein echter Publikumsliebling." Für dieses Jahr sind neue Kreationen geplant. Ein "Muschel-Burger" zum Beispiel. "Klingt komisch. Die Idee ist im Kopf aber voll gut", lacht Manfred Höhne.

Ein anderer junger Grevenbroicher ist Sebastian Neuwahl. Der ausgebildete Sänger (Oper, Lied, Oratorium) erlebt gerade einen Stimm- und damit Fachwechsel in Richtung Bass-Bariton. "Das braucht Zeit, das kann man nicht beschleunigen. Einen Schmetterling in seinem Kokon kann man auch nicht rausreißen", stellt er fest.

Als Folge gibt es derzeit kaum Opernrollen für ihn; allerdings könne man nach dem Stimmwechsel bis ins hohe Alter die Väter-Rollen singen.

Derzeit singt Neuwahl also nicht fest an einem Opernhaus, sondern ist freischaffend unterwegs. Er finanziert sich durch Lehrtätigkeit und über Konzerte. So gastiert er am 21. Januar um 17 Uhr auch in der Christuskirche. Und er ist schon jetzt begeistert. Denn ihm zur Seite sitzt an der Orgel Jens-Peter Enk aus Wuppertal. "Ein begnadeter Organist, ein virtuoser Fachmann, ein super Begleiter", schwärmt er.

Im Mittelpunkt des Konzertes stehen die Solo-Kantaten von Bach "Ich habe genug" und "Der Friede sei mit dir". Auch Mendelssohn und Komponisten der Gegenwart werden zu hören sein. "Das wird sicher ein tolles Konzert", ist Neuwahl überzeugt. Es sei kein trauriges Konzert, auch wenn es schon in Richtung Passionszeit zeige. Es habe "viele fein-leuchtende Momente". Auch hier gibt es die Karten an den bekannten Vorverkaufsstellen.

Dass er momentan nicht gerade auf (finanziell) gesicherten Grund lebt, ficht Sebastian Neuwahl nicht an. "Das ist das Leben, auf das man sich einlassen muss", kommentiert er und berichtet von seinem jüngsten Projekt, bei dem er in Valckenburg in den Niederlanden in der Oper "Amahl and the Night-Visitors" von Gian-Carlo Menotti mitgewirkt hat. "Selten zu hören, aber schön", verrät er. Und Letzteres nicht nur, weil dieses Konzert in den dortigen Grotten (Sandkrippe) stattfand.

Nur zwei Beispiele, die zeigen können, wie jung, direkt und vielfältig das Kultur-Angebot in Grevenbroich auch 2018 wieder sein wird.

Und da passt auch eine andere Meldung hin, die diese Woche bekannt gemacht wurde: Auch 2018 gibt es auf dem Markt wieder die "Playa Grevenbroich". Und am 25. August wird deshalb in der großen "90er-Nacht" Sänger "Oli P." mit dabei sein. Er hatte mit "Flugzeuge im Bauch", "So bist Du" und vielen anderen Titeln etliche Nummer-1-Hits. Zuletzt stand er bei der ZDF-Silvester-Party am Brandenburger Tor in Berlin live auf der Bühne.

-gpm.

(Kurier-Verlag)