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Ein Bombenfund in Elsen vermutet: Evakuierung eventuell am 20. März

Elsen. Auch mehr als 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges noch Bomben gefunden. Für die Ortslage Elsen/Fürth besteht nun der konkrete Verdacht eines Bombenblindgängers. Eine akute Gefährdung besteht derzeit jedoch nicht. Von Gerhard Müller

Die Verdachtspunkte wurden bei routinemäßigen Luftbildauswertungen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes entdeckt. Für den 19. März ist die Untersuchung der betreffenden Stelle vorgesehen. Sollte sich der Verdacht bestätigen, würde dann die Entschärfung am 20. März folgen.

Betroffen sein können alle Personen, die sich in einem Radius von bis zu 1.000 Metern um die Stelle herum befinden. Abschließende Erkenntnisse hierzu werden erst am 20. März über die verschiedenen Medien verbreitet werden können, da erst mit Offenlegung der Fundstelle der Blindgängertyp ermittelt werden kann.

Die Verwaltung bittet schon jetzt alle, die von einer möglichen Evakuierung betroffen sein könnten, vorsorglich ihre Tagesplanung für den 20. März so zu gestalten, dass ein Aufenthalt in den Gebäuden bis in die Abendstunden nicht notwendig ist.

Nicht explodierte Fliegerbomben, so genannte Blindgänger, aus dem Zweiten Weltkrieg stellen immer noch eine erhebliche Gefahr dar. Viele liegen noch unentdeckt im Boden. Die Sprengkörper von Bombenblindgängern sind jedoch noch intakt und daher genauso gefährlich wie zu Zeiten des Krieges. Zum Teil werden sie durch die Alterung immer empfindlicher und äußere Einflüsse wie Erschütterungen, Lageänderungen oder Temperaturschwankungen können dazu führen, dass sie explodieren. „Dies ist ein Risiko, das nicht unterschätzt werden darf“, so Stadtsprecher Jordan.

Für die Entschärfung werden daher zwei Sicherheitsradien festgelegt: Im ersten müssen Gebäude evakuiert werden, im Zweiten gilt luftschutzmäßiges Verhalten. Eine Evakuierung bedeutet, dass die Bewohner Gebäude und Gefahrenbereich für die Zeit der Sprengung oder Entschärfung verlassen müssen. „Luftschutzmäßiges Verhalten“ bedeutet, dass sich die Bewohner während der Entschärfung zwar im Gebäude aufhalten dürfen, aber in Räumen, die vom Bombenfundort abgewandt liegen.

Außerdem sollten sie sich nicht in der Nähe von Fenstern aufhalten. Je nachdem, wie groß die Sprengkraft ist, werden die Radien beider Sicherheitsradien festgelegt.

Die Stadtverwaltung Grevenbroich wird in den nächsten Tagen weiterhin und aktuell über dieses Thema informieren. Die Verwaltung bittet schon jetzt alle, die von einer möglichen Evakuierung betroffen sein könnten, vorsorglich ihre Tagesplanung für den 20. März so zu gestalten, dass ein Aufenthalt in den Gebäuden bis in die Abendstunden nicht notwendig ist. Wer dies aufgrund von körperlichen Einschränkungen oder anderen Gründen nicht kann, wird frühzeitig entsprechende Ansprechpartner für den Transport und Unterbringungsmöglichkeiten genannt bekommen. Die Verwaltung bittet aus logistischen Gründen gleichwohl zunächst um entsprechende Eigeninitiative.

Das Ende der Entschärfung wird durch eine Lautsprecherdurchsage bekannt gegeben.

Beamte der Polizei und Mitarbeiter des Ordnungsamtes werden die notwendigen Absperrungen vornehmen, damit niemand dem Fundort zu nahe kommt.

-ekG.

(Kurier-Verlag)