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Heißes Öl entzündete sich an „Carbon“-Maschine: Feuerwehr konnte mit Spezialschaum löschen

Grevenbroich. Kleine Ursache, große Wirkung: Auf diesen Nenner lässt sich ein Brandeinsatz bringen, der am Donnerstagabend rund 90 Helfer der Grevenbroicher Feuerwehr für mehrere Stunden beschäftigt hat. Von Gerhard Müller

Vermutlich aufgrund eines geplatzten Hydraulikschlauchs an einer Maschine war kurz vor 20 Uhr in einer Werkshalle des Unternehmens „Tokai Erftcarbon“ an der Alumininiumstraße Öl in Brand geraten.

Dort produziert das Unternehmen Graphitelektroden, die bei mehr als 1.000 Grad Celsius in speziellen Öfen gebrannt werden.

Als das Öl in einen der Öfen sickerte, entzündete es sich an der heißen Maschine, so die Sprecher der Grevenbroicher Feuerwehr und des hiesigen Rathauses.

Wegen der zunächst starken Rauchentwicklung und des Risikos einer Ausbreitung des Feuers in der rund 5.500 Quadratmeter großen Produktionshalle, rückte die Feuerwehr Grevenbroich mit einem Großaufgebot von insgesamt 22 Einsatzfahrzeugen an.

Die Betriebsfeuerwehr unterstützte die städtischen Kräfte. „Bei unserem Eintreffen schlugen die Flammen im Bereich einer der Graphitierungsmaschinen hoch“, berichtet Einsatzleiter Jan Boßems zwei unter Atemschutz zur Brandbekämpfung angerückten Löschtrupps.

Mit Spezialschaum deckten die Helfer die Ölschicht ab und trennten so gekonnt die brennbare Flüssigkeit gegen die Flammen ab.

Bereits unmittelbar nach Brandentdeckung hatten Mitarbeiter des Unternehmens zudem die betroffenen Maschinen abgeschaltet und abgekühlt.

Beide Maßnahmen zeigten rasch Wirkung, sodass die Helfer das Feuer rund 45 Minuten nach dem Alarm im Griff hatten. „Gegen 21.40 waren auch die letzten Flammen gelöscht“, so Boßems.

Um Umweltschäden zu verhindern, wurde das mit Öl und Schaummittel kontaminierte Löschwasser auf dem Werksgelände aufgefangen. Gut zwei Stunden nach dem Alarm konnten auch die übrigen Kräfte der Grevenbroicher Wehr wieder in die Standorte einrücken und ihre Fahrzeuge wieder für weitere Einsätze bereit machen.

Neben den hauptamtlichen Kräften der Wehr waren ehrenamtliche Helfer der Löscheinheit Stadtmitte, Wevelinghoven, Frimmersdorf/ Neurath, Gustorf und Hemmerden sowie ein Rettungswagen des Roten Kreuzes vor Ort.

Die Löscheinheit Kapellen stellte auf der Hauptwache den Grundschutz für das Stadtgebiet sicher.

Zur Höhe des Sachschadens können keine Aussagen getroffen werden. Der betroffene Produktionsbereich in der Halle bleibt außer Betrieb, bis die Brandursache identifiziert und der Schaden behoben ist.

(Kurier-Verlag)