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Hilfstransport nach Uganda: Viel Blech für „Dicke-Backen-Musik“

Hilfstransport nach Uganda: Viel Blech für „Dicke-Backen-Musik“
Instrumente-Vergleich Uganda – Kapellen: Die „Grenadier Guards“ wollen helfen (Vorstand unten rechts). Auch Uniformen sollen nach Afrika geschickt werden. FOTO: Fotos: „Grenadier Guards“
Kapellen. Wie so vieles begann es im weltweiten Netz: „Über ,facebook’ schrieb uns Bandmaster Geofrey Tibagalika aus Uganda an“, erinnert sich Michael Feuster von der „Band of the Grenadier Guards“ aus Kapellen. Entstanden ist daraus eine bemerkenswerte Hilfsaktion. Von Gerhard Müller

Uganda, ehemalige Kolonie des vereinigten Königreiches am Victoria-See, war allerdings nicht der ausschlaggebende Grund für die aus Kapellen angebotene Hilfe: „Vielmehr waren es die Bilder, die wir von kaputten Instrumenten sahen, auf denen hier in Deutschland niemand mehr freiwillig spielen würde. Weniger privilegierte Kinder teilen sich meist zu fünft ein Instrument und so suchte Geofrey Tibagalika im Netz Unterstützung“, so Feuster weiter.

Schnell konnte man nicht die eigenen Musiker für dieses Projekt begeistern, sondern es meldeten sich mehrere befreundete Vereine, die mit ausrangiertem Notenmaterial und Instrumenten zu der jetzigen Hilfslieferung beitrugen.

Noch einmal Michael Feuster: „Unsere Band steuert neben alten Instrumenten auch 40 Uniformjacken bei, die wir nicht mehr benötigen. Eine Fahne unseres Logos haben wir ebenfalls dazugelegt und freuen uns nun auf viele strahlende Gesichter und Fotos aus dem fernen Uganda.“

Da es genaue Versandauflagen (Maße und Gewicht) gibt, werden Kapellens Musiker nun mehrere Pakete verschicken müssen.

„Das ,Autohaus Wolters“ aus Kapellen sowie die Sparkasse sicherten uns bereits ihre finanzielle Unterstützung zu. Jedoch benötigen wir noch Sponsoren, um auch weitere Kisten für die Kinder und Jugendliche zu packen. Es wird kein Geld verschickt. Die Spenden werden ausschließlich für den Versand gebraucht“, ruft Feuster zum finanziellen Mittun auf. Spendenquittungen zur Vorlage beim Finanzamt können die „Grenadier Guards“ übrigens auch ausstellen.

„Sicherlich gibt es auch hier in Deutschland Musikvereine, die Hilfe brauchen, aber ich denke es ist ein ganz anderes Niveau, um das es hier geht“, so Michael Feuster: „Eine Aufgabe des Menschen hier auf der Welt ist es – anderen Menschen zu helfen.“

Wer die Hilfsaktion der „Grenadier Guards“ unterstützen will, kann sich unter

redaktion@erft-kurier.de

melden. Wir leiten die Mails dann umgehend weiter.

-gpm.

(Kurier-Verlag)