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Jetzt erst recht: Das königslose Jahr soll die absolute Ausnahme bleiben

Jetzt erst recht: Das königslose Jahr soll die absolute Ausnahme bleiben
Bringen Farbe ins Programm: Die „Wild Bobbin‘ Baboons“ (oben) spielen urigen Rock´n´Roll. Daneben: Uwe Mayer und Guido Eßer führen den Volks- und Heimat-Verein Laach an. Darunter: Der Grenadierzug „Alte Kameraden“ wird heuer 70 Jahr alt. FOTO: Fotos: VHV
Laach. „Gerne würden wir an dieser Stelle unser neues Königspaar vorstellen, aber leider ist im vergangenen Jahr kein Schütze an die Vogelstange getreten. Und somit feiern wir unser Fest in diesem Jahr ohne Königspaar“, betonen Präsident Uwe Mayer und Vize-Präsident Von Gerhard Müller

Guido Eßer vom Volks- und Heimat-Verein Laach. Damit teilt das Laacher Regiment das Schicksal einiger anderer Schützen-Vereine aus dem Stadtgebiet.

Mayer weiter: „Wir hoffen, dass das eine einmalige Ausnahme bleibt, und wir im nächsten Jahr wieder eine Krönung feiern können.“

Das soll den VHV und seine Aktiven aber nicht davon abhalten, trotzdem ausgelassen mit allen Gästen zu feiern:

Unter dem Motto „Jetzt erst Recht“ möchten die Laacher Schützen alle einladen, beim Volks- und Heimatfest Gäste zu sein. Zum Beispiel am Samstag, wenn das ausgelassene Lebensgefühl der 50er Jahre mit den „Wild Bobbin‘ Baboons“, einer Truppe, die den Rock‘n´ Roll der 50er und 60er Jahre auf eine unglaubliche Art und Weise präsentiert, wieder lebendig wird.

Der Volks- und Heimat-Verein startet am bereits Freitag um 19 Uhr mit dem Abholen des Königspaares und der Eröffnungsparade. Anschließend findet im Festzelt gegen 20.30 Uhr der „Große Zapfenstreich“ zu Ehren der scheidenden Majestäten statt Engelbert und Anita Böttcher statt.

Der Samstag beginnt um 18.45 Uhr mit einem kurzen Umzug durch den Ort. Im Anschluss wird am Ehrenmal ein Wortgottesdienst zum Gedenken an die Toten und Gefallenen mit einem „Großen Zapfenstreich“ gefeiert. Um 19.30 Uhr beginnt der Ball der Zugkönige mit der Band „Voices“. Für 22 Uhr haben sich dann die grandiosen „Wild Bobbin‘ Baboons“ angesagt. – Für die Schützen heißt es am Sonntag ausschlafen. Um 13 Uhr tritt das Regiment auf dem Weidenweg an, anschließend Abmarsch zum Oberst-Appell auf dem Schulhof des Wilhelm-Laux-Hauses. Gegen 13.30 Uhr stehen Jubilarehrungen auf dem Programm.

Herausragend: Der Grenadierzug „Alte Kameraden“ feiert 70. Geburtstag. Als in Laach 1948 das Schützenwesen neu auflebte, gründeten drei junge Männer den bis heute bestehenden Grenadierzug. Im Gründungsjahr marschierten bereits neun „Alte Kameraden“ über die festlich geschmückten Straßen des Ortes. Als Uniform wird seit dieser Zeit traditionell der schwarze Anzug mit weißem Hemd, Zylinder und weißen Handschuhen getragen. Nur zu besonderen Anlässen wird zum schwarzen Frack und weißer Hose gegriffen.

Bereits nach sechs Jahren konnten die „Alten Kameraden“ eine eigene Standarte anschaffen. Die Vorderseite bildet auf edlem, dunkelblauem Samt eine Schießscheibe mit gekreuzten Gewehren, den Namen des Grenadierzuges und das Gründungsjahr 1948 ab. Die Zahl 1954 weist auf das Anschaffungsjahr der Standarte hin. Die Rückseite zeigt auf beigefarbener Seide den Wahlspruch der Kameraden: „Einigkeit macht stark.“

Diesem Zug und allen anderen Jubilaren gilt die herzlichste Gratulation.

(Kurier-Verlag)