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JU: Stadt darf die Waldwiese nicht zuwuchern lassen!

JU: Stadt darf die Waldwiese nicht zuwuchern lassen!
Auch 2016 wurde diese erste Einheit der Kicker des TuS Grevenbroich, wie in jedem Jahr, auf der Waldwiese hinter dem Aschenplatz im Grevenbroicher Bend absolviert. FOTO: Fotos: Archiv, TuS
Grevenbroich. In der Ratssitzung beantwortete Bürgermeister Klaus Krützen eine schriftliche Anfrage von „Mein Grevenbroich“ zum Sportstättenkonzept. Darin heißt es, dass anstelle des Faustballplatzes zwischen Turnhalle und TK Grevenbroich am „Alten Schloss“ ein Kleinspielfeld-Kunstrasenplatz errichtet werde. Von Gerhard Müller

Und weiter heißt es dort: „Gemäß des Haushaltssicherungskonzeptes werden Tennenplatz und Waldwiese dann als Sportanlagen aufgegeben.“

Dies ruft nun die Junge Union auf den Plan. So sei die Aufgabe der Waldwiese zwar schon seit Jahren in der Diskussion und sportfachlich nachvollziehbar, nicht aber ein Wegfall dieser Fläche als Spiel- und Bolzplatz, macht JU-Chef Max von Borsetowski klar.

So folge der Aufgabe als Sportanlage nämlich auch die Einstellung der Pflege der Grünfläche. Davon rät die JU dringend ab. Die Waldwiese sei auch abseits des vereinssportlichen Betriebs von Kindern und Jugendlichen genutzt worden. Ein gutes Beispiel für eine zukunftsorientierte Lösung sei der Bolzplatz in Neukirchen.

„Wir machen uns dafür stark, dass die Waldwiese in jedem Fall für die Jugend erhalten bleibt“, so Max von Borzestowski, Vorsitzender der schlagkräftigsten politischen Jugendorganisationen in Grevenbroich. „Sie sollte in den ,Jugendkompass’ aufgenommen und im Rahmen des Konzepts ,Flächen für die Jugend’ berücksichtigt werden.“

Damit bezieht sich von Max von Borzestowski auf zwei CDU-Anträge aus dem vergangenen Jahr, die sich „seitdem in der Bearbeitung durch die Verwaltung befinden“.

Im „Jugendkompass“ sollen alle Jugendzentren, Freiflächen, öffentliche Basketballkörbe, aber auch Cafés, Bars und so weiter mit einer jüngeren Zielgruppe aufgelistet, Informationen über Öffnungszeiten und Veranstaltungen zusammen getragen und online zugänglich gemacht werden. Als „Flächen für die Jugend“ sollen Außenflächen definiert werden, die primär von Jugendlichen genutzt werden können; wie die Fläche hinter Evita-Beach, die Apfel- oder die Waldwiese.

Diese Flächen sollen anschließend unter Beteiligung von Jugendlichen und Jugendrat aufgewertet werden (zum Beispiel mit Calisthenics-Anlagen oder Grillplätzen).

-ekG.

(Kurier-Verlag)