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Letzte Hoffnung einer Krebs-Kranken: So können Sie „Angies Engel“ werden

Letzte Hoffnung einer Krebs-Kranken: So können Sie „Angies Engel“ werden
Silke Fokuhl (links) und Iris Schmitz, die beiden Freundinnen der krebskranken Angie Wego, kurbeln eine Spendenaktion an. FOTO: Foto: Michael Scheffler
Wevelinghoven. Die Leidensgeschichte von Angie Wego (44) ist endlos lang. Es begann im Mai 2010 mit Gebärmutterkrebs und führte über drei Chemotherapien, mehreren Bestrahlungszyklen und drei großen Operationen vor ein paar Tagen zu der niederschmetternden Diagnose: austherapiert! Doch sie gibt nicht auf. Eine biologische Krebstherapie ist ihre letzte Hoffnung. Die Finanzierung dafür stellen ihre Freundinnen auf die Beine. Sie sind „Angies Engel.“ Von Michael Scheffler

Derzeit befindet sich die Arzthelferin aus Wevelinghoven zur Behandlung in einer Naturheilpraxis in Laufenburg an der Schweizer Grenze. Eine sechswöchige Infusionstherapie nach vielen Laboruntersuchungen mit Vitamin-B17-Gaben, Ozonbehandlung, Leberentgiftung, hoch dosierten Vitamin-C-Infusion, Enzymen und so weiter gehören zu einer ganzheitlichen biologischen Krebstherapie.

„Wir haben schon mit Angie gesprochen, sie fühlt sich dort sehr gut aufgehoben und ist sehr zuversichtlich“, sagt Iris Schmitz, „sie setzt darauf, dass sie zumindest noch erlebt, wie ihre 17-jährige Tochter Maike erwachsen wird.“

Dass Gefühl, dass in der Heimat Menschen leben, die nichts lieber möchten, als dass sie wieder auf die Beine kommt, gibt ihr Power. Eine stabile Psyche ist ein wichtiges Element in der Krebstherapie.

Die Behandlungskosten in Höhe von 12.000 Euro plus Kosten für die Unterkunft übernimmt allerdings nicht die Krankenkasse.

„Das Geld wollen wir zusammenbringen. Wenn Angie schon kämpft wie ein Löwe, können wir das auch“, sagen Iris Schmitz, Silke Fokuhl, Simone Ubeda und Thomas Holz. Die vier kennen sich seit der gemeinsamen Schulzeit in der Realschule an der Bergheimer Straße, haben sich nie aus den Augen verloren und treffen sich heute noch regelmäßig. Sie wissen, dass ihre krebskranke Freundin Kraft aus der Familie schöpft, dass ihr Mann Ralf und Maike ihr schon über viele deprimierende Phasen hinweggeholfen haben. „Und jetzt sind wir dran“, sagen sie – auch weil Angie Wego nach vielen selbst bezahlten Therapien keine finanziellen Ressourcen mehr hat. Plakate und einen Flyer haben sie schon entworfen und in Auftrag gegeben, Verwaltungs-Formalitäten sind mit dem Rathaus abgeklärt worden. Die Spendendosen, die sie ab Montag in möglichst vielen Geschäften und an Orten mit hoher Publikumsfrequenz aufstellen möchten, warten schon auf Bestückung mit einem Aufkleber. Schon beim „Spanischen Abend“ wollen sie Geld sammeln. Ihr Freund Thomas Holz richtet für Spenden ein Treuhandkonto ein. Wer helfen möchte, sollte seine Spende auf das Konto Raiffeisenbank Grevenbroich IBAN DE49 3706 9306 00 13 4230 24 mit dem Stichwort „Angies Engel“ überweisen. Leider ist die Ausstellung einer Spendenquittung nicht möglich. Es fehlt die Gemeinnützigkeit. Aber der Spender hat die einmalige Chance, selbst zu „Angies Engel“ zu werden.

(Kurier-Verlag)