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Präsident Voigt schlägt Alarm: Weniger Großfackeln, weil die Schützen keine Bauplätze mehr finden

Gustorf. In der langen Tradition des Gustorfer Bürger-Schützen-Vereins gehört er dazu wie die Uniform und das Festzelt: Der Fackelzug am Samstagabend. Heute in einer Woche Von Gerhard Müller

setzt sich der erste große Festzug des Schützenfestes pünktlich um 19.30 Uhr in Bewegung. Durch die festlich geschmückten und beleuchteten Straßen ziehen dann die knapp 700 Schützen mit ihren Lampions, Handfackeln und beleuchteten Zugschildern. Die Hauptattraktionen des beliebten Fackelzuges sind jedoch nach wie vor die spektakulären, mit vielen Bewegungen gespickten und bunt bemalten Großfackeln, die die Augen der großen und kleinen Besucher zum Leuchten bringen.

Stolz präsentieren die fackelbauenden Züge ihre Motto- und Lichterwagen, die sie in vielen hunderten, teils tausenden Arbeitsstunden mit viel Liebe zum Detail gebaut haben.

„War es früher üblich, in der Zeit vor dem Schützenfest, durch den Ort zu fahren und in vielen der Höfe und Hallen die rege Arbeit an den Großfackeln beobachten zu können, ist davon heute leider kaum etwas geblieben“, bedauert Präsident Hans Voigt. Auch in diesem Jahr müssen die Gustorfer Schützen und die Besucher am Straßenrand wieder auf mehrere Großfackeln verzichten, da keine Bauplätze zur Verfügung stehen. Am Interesse der Züge und der Schützen am Fackelbau mangelt es hingegen nicht, wie Oberst Peter-Josef Pfeiffer hinzufügt. „Die Bereitschaft der Züge, eine Großfackel auf die Straße zu bringen, ist weiterhin vorhanden.“ Im Jahr 2012 konnten den Gästen noch zwölf Großfackeln präsentiert werden.Iin diesem Jahr sind es leider nur noch sechs, davon vier im Ort gebaute.

(Kurier-Verlag)