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Rainer Thiel wettert: „Anti-Kohle-Kurs Johannes Remmels verdient rote Karte“

Rainer Thiel wettert: „Anti-Kohle-Kurs Johannes Remmels verdient rote Karte“
Zwei für die Braunkohle: Rainer Thiel und Gewerkschafter Jürgen Linges. FOTO: Foto: Archiv
Grevenbroich. In der sogenannten „Düsseldorfer Erklärung“ fordern vier „grüne“ Umweltminister, darunter auch Johannes Remmel aus Nordrhein-Westfalen, die Abschaltung von etwa zehn Kohlekraftwerken im Land noch vor 2020, beispielsweise an den Standorten Neurath und Niederaußem. Von Gerhard Müller

Dazu erklärt Rainer Thiel als amtierender Landtags-Abgeordneter der SPD: „Wahlkampf auf dem Rücken der Kohlebeschäftigten – das geht gar nicht! Remmel spielt mit der Zukunft des ganzen Rheinischen Reviers und verunsichert nicht nur die Belegschaften. Mit der ständigen Debatte über mögliche Ausstiegszeiten werden Ängste geschürt: Die gesamte Arbeitnehmerschaft, deren Familien, junge Auszubildende und langjährige Beschäftigte fühlen sich in ihrer Existenz und in ihren Zukunftsplanungen bedroht.

Und warum? Weil Johannes Remmel hofft, so Wählerstimmen außerhalb der Reviere zu gewinnen und die sich abzeichnende Wahlniederlage für die ,Grünen’ in Nordrhein-Westfalen abzumildern. Meine Position ist klar: Wir brauchen die heimische Braunkohle noch lange als kostengünstigen und zuverlässigen Energieträger. Weder Solar- noch Windenergie können – auch aufgrund noch fehlender Speichertechnologien – Schwankungen im Stromnetz und Dunkelflauten kompensieren.

Deshalb haben wir im Land die Rahmenbedingungen so gesetzt, dass der Braunkohleabbau noch bis zur Mitte des Jahrhunderts ermöglicht wird.

Deshalb verdient der Grünenpolitiker Remmel die rote Karte von den Wählern.“

(Kurier-Verlag)