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Remmels ideologisierte „viel Wind“-Politik ..!

Remmels ideologisierte „viel Wind“-Politik ..!
Rainer Thiel: Mit flotten Sprüchen und fundierten Fakten zurück in den Landtag?
Grevenbroich. Dass Rainer Thiel, heimischer Landtags-Abgeordneter der SPD, kein Freund des grünen Landes-Umweltministers Remmel ist, ist wohl kein Geheimnis. „Das war schon unangenehm“, stellte er denn auch folgerichtig bei seinem Redaktionsbesuch über die Zusammenarbeit mit ihm fest. Von Gerhard Müller

Thiels Ziel sei es, Umwelt, Klimaschutz und Industrie zusammenzubringen. „Industrie ist Teil der Lösung“, machte er denn auch ganz pointiert deutlich. Bei Remmel und seinen grünen Parteifreunden sehe das anders aus, würden ideologische Ziele mehr gewichtet als der Blick auf die Realität: „Der Dialog mit ihnen ist oft frei von Fakten“, seufzt der SPD-Politiker regelrecht auf.

Und weiter stellt er fest: „Ich wünsche mir eine Umwelt-, Klimaschutz- und Industriepolitik mit Augenmaß. Im Vordergrund müssen Fragen stehen wie: Was geht technisch überhaupt? Was können wir leisten?“ Als Beispiel nennt er die Diesel-Debatte: In allen Parametern schnitten die Benziner schlechter ab als die Diesel-Fahrzeuge. Nur bei der CO²-Belastung sei das allerdings anders. „Sollen wir also alle Autos abschaffen?“, fragt Thiel sarkastisch.

Ein anderes Thema ist für den SPD-Landespolitiker das Thema Windkraft. Hier hatte er sich über den Erft-Kurier deutlich gegen die geplanten Vorhaben des neuen Gebietentwicklungsplanes ausgesprochen, die eine immense Konzentration von Windrädern im Bereich Grevenbroich und Rommerskirchen vorsehen soll.

„Hier wird es eine dritte Beteiligungsrunde kommen“, verkündete er bei seinem Erft-Kurier-Besuch. Die Bezirksregierung sei aufgefordert, nach der Auswertung der zweiten Beteiligungsrunde (diese Auswertung startet offiziell am 15. Mai) das Gespräch mit der Stadt Grevenbroich und der Gemeinde Rommerskirchen zu suchen. „Das Ziel ist dabei klar die Reduzierung der derzeit vorgesehenen Windkraftanlagen“, macht Rainer Thiel deutlich. Die Kommunen vor Ort hätten dafür auch genügend Argumente.

Übrigens: Rainer Thiel hatte bei seiner Visite in der Redaktion des Erft-Kurier auch noch einen schönen Spruch über CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet parat. Dafür entzog er aber im Nachhinein die Autorisation, so dass wir natürlich auf seine Veröffentlichung (wenn auch zähneknirschend) verzichten ...

-gpm.

(Kurier-Verlag)