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Sich als „Six-Pack“ gegen die Metropolen behaupten

Grevenbroich. Auf Initiative von Rommerskirchen und Bedburg hatten sich Bergheim, Bedburg, Elsdorf, Grevenbroich, Jüchen und Rommerskirchen im Dezember 2016 zu einem „Planungsverbund“ zusammengeschlossen. Von Gerhard Müller

Alle Kommunen haben eine Gemeinsamkeit: Sie liegen an den Rändern der jeweiligen Regierungsbezirke und sind vom Strukturwandel des rheinischen Braunkohlereviers besonders betroffen. Hinzu kommt, dass sie dem steigenden Siedlungsdruck im so genannten „zweiten Speckgürtel“ rund um Köln und Düsseldorf in besonderem Maße Rechnung tragen müssen.

In bereits initiierten Workshops der Fachabteilungen der Kommunen wurde eine Vielzahl von Projektansätzen identifiziert.

Jetzt geht es um die inhaltliche und organisatorische Verstetigung der Arbeit. Künftig werden die sechs Kommunen im Planungsverbund unter dem Namen „Rheinisches Six-Pack“ antreten. Damit wird die geografische Verortung ebenso deutlich wie der Bezug zum Speckgürtel rund um die rheinischen Metropolen.

Einig ist sich die Bürgermeisterin von Bergheim mit ihren Kollegen im Ziel des Planungsverbundes: „Wir wollen gemeinsam ein gesamträumliches Entwicklungskonzept als regionale Positionierung erarbeiten und zusammen mit den Bezirksregierungen Köln und Düsseldorf abstimmen, um damit dem Strukturwandel nach Wegfall der Braunkohleverstromung konstruktiv zu begleiten.“

Dafür sollen bestehende Planungen in den Bereichen Wohnen, Verkehr, Freiraum und Gewerbe zusammengetragen werden, perspektivische Bedarfe ermittelt und durch externe Gutachten und Teilkonzepte ergänzt werden.

Die Planer und Wirtschaftsförderer der beteiligten Kommunen werden jetzt in regelmäßigen Arbeitstreffen die Grundlagen für die weitere Arbeit zusammentragen.

Erste Ergebnisse will der Planungsverbund bereits auf der „Polis Convention“ im kommendne Mai in Meerbusch präsentieren.

-ekG.

(Kurier-Verlag)