| 13.11 Uhr

Wahlausschuss des Kreises akzeptierte alle Bewerber
Sieben Kandidaten für Berlin: Wer Chancen hat, wer nicht!

Wahlausschuss des Kreises akzeptierte alle Bewerber: Sieben Kandidaten für Berlin: Wer Chancen hat, wer nicht!
Große Bilder von den chancenreichen Kandidaten, kleine von den Außenseitern: Gröhe, Rinkert, Dijr-Sarai, Sperling, Gehrmann, Kranefuß und Elster. FOTO: Fotos: Archiv
Grevenbroich. Es könnte ganz gut sein, dass der "Wahlkreis 108" im kommenden Bundestag durch drei Politiker vertreten sein wird: Neben Hermann Gröhe haben auch Bijan Dijr-Sarai und Daniel Rinkert große Chancen, den Sprung nach Berlin (wieder) zu schaffen. Von Gerhard Müller

Der Kreiswahl-Ausschuss hat am vergangenen Freitag über die Kreiswahlvorschläge im "Wahlkreis 108 – Neuss I" für die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag am 24. September beraten. Unter dem Vorsitz von Kreisdirektor Dirk Brügge fasste der Wahl-Ausschuss den Beschluss, alle sieben Kreiswahlvorschläge zuzulassen.

Dies sind Amtsinhaber und Bundes-Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), Daniel Rinkert (SPD), Peter Gehrmann ("Grüne"), Roland Sperling ("Die Linke"), Bijan Djir-Sarai (FDP), Dirk Helmut Kranefuß (AfD) und Annette Anni Gisela Elster ("Freie Wähler").

CDU-Mann Hermann Gröhe wird man die größten Chancen zusprechen müssen, den Wahlkreis direkt zu holen. Zudem führt er die nordrhein-westfälische Reserveliste seiner Partei an. Sein Wiedereinzug in den Bundestag scheint also mehr als gesichert.

Daniel Rinkert hatte im Interview mit dem Erft-Kurier bereits mitgeteilt, dass die Wahlkampfstrategen im Berliner Willy-Brandt-Haus errechnet hätten, dass er in den Bundestag komme, wenn die SPD bundesweit zwischen 22 und 32 Prozent der Stimmen holen würden. Dass erscheint nach den momentanen Wahlprognosen als durchaus im Bereich des Machbaren.

Bijan Dijr-Sarai steht bei der FDP auf dem nordrhein-westfälischen Listenplatz sechs. Auch das reicht nach den momentanen Prognosen für den Sprung nach Berlin. Für Dijr-Sarai wäre das, nach einer Wahlperiode Pause, der Wiedereinzug in das Parlament. Die anderen Kandidaten dürften eher chancenlos sein.

Gerhard Müller

(Kurier-Verlag)