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Versuchsfeld: Wie kommt man mit weniger Priestern aus?

Versuchsfeld: Wie kommt man mit weniger Priestern aus?
Nach der Frühmesse frühstückte Klaus Krützen mit den Patres und Brüdern, die normalerweise aber ihre Mahlzeiten im nicht öffentlichen Bereich des Kloster zu sich nehmen.
Langwaden. Das erlebt auch ein Bürgermeister nicht alle Tage, dass er zum Thema einer Fürbitte wird, die während der Heiligen Messe am Altar vorgebracht wird. Als Klaus Krützen aber im Rahmen der „Rent a Klaus“-Woche auch die Frühmesse im Kloster Langwaden besuchte, geschah genau das: Gott möge ihm Kraft und Einsicht geben, stets die richtigen Entscheidungen im Sinne der ihm anvertrauten Bürger zu fällen. „Wir bitten Dich, erhöre uns.“ Von Gerhard Müller

Prior Bruno Robeck war übrigens von einer Ordenstagung in Rom zurückgekommen, an der 48 Prioren und Äbte, aber auch Priorinnen und Äbtissinnen der Zisterzienser teilgenommen haben. Auf dem Aventin-Hügel habe man getagt und über die Zukunft des Ordens und der Kirche im Allgemeinen gesprochen. Und das übrigens in zahlreichen Sprachen – bis hin zum Vietnamesischen. „Aber überall fand sich einer, der auf Deutsch oder Englisch übersetzen konnte“, strahlt der Langwadener Kloster-Chef.

In einer der anderen Fürbitten ging es an diesem Morgen ebenfalls um die Zukunft der Kirche. Und um den Mut zu umfassenden Reformen. „Grevenbroich ist ja auch ein großes Versuchsfeld, wie man mit weniger Priestern auskommt“, so der Prior.

Viele Gläubige wollten aber nun mal nicht von einem Laien betreut werden, sondern würden auf einen Priester pochen. Ein Wunsch, der aber immer schwieriger zu erfüllen ist, weiß auch Prior Bruno Robeck aus der eigenen Klosterarbeit heraus.

-gpm.

(Kurier-Verlag)