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ISEK - Anlieger können Kosten erfragen
Viel Platz auf dem „neuen“ Platz

ISEK -  Anlieger können Kosten erfragen: Viel Platz auf dem „neuen“ Platz
Oben Variante A mit den Baumsäulen zur Rheydter Straße hin. Unten Variante B mit den zwei Stufen zum Platz.
Grevenbroich. Dezernent Florian Herpel legt Wert auf die Feststellung, dass sich das Rathaus natürlich um die "großen" Fragestellungen rund um ISEK und das Bahnhofsviertel kümmere. Da aber bis Ende des Jahres die Landes-Zuschüsse für 2018 abgerufen werden müssen, stehe jetzt eben auch die Neugestaltung des "Platzes der Deutschen Einheit" zur Debatte. Von Gerhard Müller

Das Aachener Planungsbüro MWM habe da nach den Bürger-Foren zwei Gestaltungsalternativen entwickelt. "Es gibt aber auch die nicht gesagte dritte Variante: Es soll alles so bleiben, wie es ist. Die braucht aber keinen Entwurf", macht Herpel deutlich. Und schiebt damit natürlich dem Rat und den Ausschüssen die Entscheidung zu.

Beiden Entwürfen gemeinsam ist die Tatsache, dass für den entsprechenden Teil der Bahnstraße "kein regelmäßiges Parken" mehr vorgesehen ist. Die Variante A "Platz aus einem Guss" sieht eine niveaugleiche Fläche (mit leichten wellenförmigen Bewegungen) sowie die Bepflanzung mit neuen Bäumen vor: ein großer direkt am Denkmal und fünf kleinere, säulenartige in Pflanzkästen die zu gleich die Abtrennung zur Rheydter Straße hin nachzeichnen. Dort sollen zudem auch Sitzbretter angebracht werden.

Die Variante B "Platz als Podest" sieht eine Erhöhung des Platz (zwei Treppenstufen) vor. Zwei barrierefreie Zugänge sind natürlich vorgesehen. Der momentane Baumbestand soll erhalten bleiben.

"Beide Varianten schaffen viel Platz für Veranstaltungen und gerade auch für die Gefallenenehrung der Schützen", betont Dorothea Rendel von der städtischen Planungsabteilung.

In beiden Fällen hat man von der anfangs diskutierten Versetzung des Denkmals Abstand genommen. "Das ist schon lange keine Thema mehr", betont Florian Herpel, der auch deutlich macht, dass die Verwaltung ab sofort die Anlieger über die "Anliegerbeitragspflichten" informieren wird. Die gibt es im Zusammenhang mit dem "Platz der Deutschen Einheit" zwar nicht, aber für alles andere, was an Straßen oder Bürgersteigen verbessert wird, werden auch die Anlieger ihren Beitrag zu leisten haben.

"Die Kostenschätzung wird greifbarer", begründete er den Vorstoß der Verwaltung. Es gebe "Abrechnungsabschnitte mit unterschiedlichen Bewertungen und Pflichten". Die Anlieger könnten sich "grundstücksscharf" informieren lassen. Zu der Höhe der Anliegerbeiträge könne und wolle er derzeit nichts sagen. Die Beträge würden zu unterschiedlich ausfallen: Wird die Straße vor dem Grundstück komplett umgestaltet, fallen höhere Beiträge an. Wird kaum etwas verändert, kommen die Anlieger natürlich glimpflich davon.

Noch nicht klar ist, wenn die Anlieger zur Kasse gebeten werden. "Die Kämmerei muss noch genau festlegen, ab wann Vorauszahlungen eingefordert werden", so Rendel. Damit ist aber spätestens 2018 zu rechnen. Nach Abschluss der Arbeiten kommen die restlichen Forderungen. Und was ist mit den Anliegern, die so viel Geld nicht haben? "Wir bieten dann natürlich auch Ratenzahlungen an", so Herpel.

Gerhard Müller

(Kurier-Verlag)