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Vier „Skatfreunde“ wollen sich bei der WM nach vorne reizen

Vier „Skatfreunde“ wollen sich bei der WM nach vorne reizen
Ari Huibert Burgers feiert bei der jüngsten EM seinen Erfolg. Gelingt das bei der Weltmeisterschaft erneut? FOTO: Foto: Archiv
Grevenbroich. Wenn am 17. August in der Bundeshauptstadt Berlin die Startkarten zu den Mannschafts- und Einzel-Weltmeisterschaften im Skat ausgegeben werden, sind die bundesdeutschen Farben auch in diesem Jahr wiederum durch den Grevenbroicher Bundesligisten „Skatfreunde“ vertreten. Von Alina Gries

Waren bisher mit Ari Huibert Burgers (53) und Michael Keil (58) meist nur den beiden erfolgshungrigsten Einzelspielern des Vereins kein Weg zu weit, wenn es um das mit 2,7 Billiarden Möglichkeiten gespickte Skatspiel geht, so machen sich in diesem Jahr neben diesem Duo auch Karin Kronenberg (57) und Michael Gerharz (55) auf, um zu – möglichst weiteren – internationalen Meriten gelangen zu können.

Während dies für Burgers die elfte WM-Teilnahme bedeutet, nimmt Keil bereits zum sechzehnten Mal an den Welt-Titelkämpfen der Skatspieler teil, die in Berlin ihre 21. Auflage erleben werden.

Karin Kronenberg und Michael Gerharz sehen dagegen nach vier beziehungsweise drei persönlichen EM-Starts ihrer jeweils ersten WM-Teilnahme entgegen.

So hält Vereinsvorsitzender Joachim Morjan (57) das Grevenbroicher Starter-Quartett auch insbesondere „für erfahren genug, um im Konzert der Großen erfolgreich mitzuspielen, und somit die Liste der internationalen Erfolge verlängern zu können“.

Eine detaillierte Prognose für diese Meisterschaften fällt allerdings auch deshalb äußerst schwer, da man die Spielerinnen und Spieler außerhalb Deutschlands nur bei den wenigen großen internationalen Turnieren unter seinen sportlichen Gegnern weiß.

Außerdem wissen nicht nur die so genannten „Insider“, dass gerade beim Skatspiel neben dem spielerischen Können auch eine gehörige Portion Glück dazugehört. Trotzdem macht sich gerade Grevenbroichs sportliches Aushängeschild Ari Huibert Burgers ein weiteres Mal besondere Hoffnungen im Einzelwettbewerb und will erneut möglichst ganz weit vorne landen. Schließlich hat er sich mittlerweile bereits sechsmal bei einer WM und dreimal bei einer EM in das Einzelfinale der besten 16 Akteure gespielt und diese herausragenden internationalen Platzierungen bei wichtigen Anlässen auch immer wieder zu bestätigen gewusst.

Aber auch Michael Keil hat noch nicht vergessen, dass er bei der WM 1998 in Namibia neben Burgers ebenfalls das Superfinale der besten 16 erreicht und am Ende den 15 Platz belegt hatte.

Darüber hinaus steht für ihn auch weiterhin der dritte Rang bei der Einzel-WM 1990 in Surfers Paradise/Australien als bisher größter Skat-Erfolg zu Buche.

Für Karin Kronenberg geht der persönliche Blick dagegen insbesondere in Richtung des Damen- und Mixed-Wettbewerbes, wo sie mit jeweils aussichtsreichen Erfolgschancen an den Start gehen wird. Während es in der weiblichen Einzelkonkurrenz zwei dritte EM-Plätze aus den Jahren 2011 und 2015 möglichst zu verbessern gilt, will sie im Mixed-Klassement zusammen mit Ari Huibert Burgers einen erneuten Angriff auf den im Jahre 2011 bei der EM im französischen Sélestat schon einmal errungenen Titel unternehmen.

Michael Gerharz wiederum kann als EM-Elfter des Vorjahres im polnischen Wisla bereits ebenfalls auf eine Finalteilnahme im Einzelwettbewerb zurückblicken und tritt im Mixed erneut an der Seite von Anissa Feiler aus Köln an, mit der er sich in Wisla bis auf den zweiten Platz vorspielen und dabei auch das Duo Burgers/Kronenberg auf den fünften Platz verweisen konnte. „Alle unsere Starter sind sicher auch diesmal in der Lage, zumindest wieder den Hecht im Karpfenteich zu spielen“, blickt Morjan motivierend voraus.

(Kurier-Verlag)