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Vorsichtig: Unter 02181/110 rufen nur Betrüger an

Grevenbroich. NUR Betrüger nutzen die Notrufnummer 110 als Anruferkennung, die „echte“ Polizei niemals! Das machte jetzt die Polizei-Sprecherin deutlich. Von Gerhard Müller

Die Masche sei inzwischen auch nicht mehr neu, aber immer noch sehr verbreitet: Das Telefon klingelt und im Display steht „110“ (eventuell auch mit ortsüblicher Vorwahl, zum Beispiel: 02181 110). Der Anrufer stellt sich auch prompt als Polizei- beziehungsweise Kripobeamter vor. Der falsche Beamte versucht im Folgenden anhand einer frei erfundenen Geschichte, Informationen über die Vermögensverhältnisse oder Bankdaten seines Opfers zu gewinnen. „Derzeit sind der Polizei im Rhein-Kreis mehrere aktuelle Fälle bekannt, die zum Glück fast alle im Versuch stecken blieben, weil die Angerufenen Verdacht schöpften und keine persönlichen Daten preisgaben“, so die Sprecherin weiter.

Wie gehen die Betrüger vor? Sie erzählen zum Beispiel, dass Einbrecher festgenommen wurden, die einen Zettel mit der Anschrift des Opfers dabei gehabt hätten. Um einem möglichen Diebstahl vorzubeugen, bestünde die Möglichkeit, Wertsachen und Bargeld in amtliche Verwahrung zu geben. Aber Achtung! Wer eine Übergabe vereinbart, geht Betrügern auf den Leim und sieht sein Hab und Gut meist nie wieder. Eine andere Masche ist es, das Opfer zu einer Geldanweisung zu veranlassen, oder die Kontodaten zu erfragen, um ein Strafverfahren abzuwenden.

Es gilt aber immer: Die Polizei ruft nicht mit der Anruferkennung „110“ an und erfragt Bankdaten am Telefon!

(Kurier-Verlag)