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Burg wünscht Schulen mit einem bunten Leben

Burg wünscht Schulen mit einem bunten Leben
Am Donnerstag feiert Irmgard Burg, Schulleiterin der Grundschule Otzenrath und Hochneukirch, ihren Abschied. FOTO: Foto: Julia Schäfer
Hochneukirch. Fast ihr ganzes Leben lang geht Irmgard Burg schon zur Schule – und das sogar sehr gerne. Die 63-jährige ist Schulleiterin der Grundschule Hochneukirch–Otzenrath. Am 31. Januar wird sie allerdings zum letzten Mal zur Schule gehen. Danach geht Burg in Rente. Von Alina Gries

„Es war immer mein Traumberuf, Lehrerin zu sein und so habe ich es – auch wenn es zwischendurch mal schwierig oder anstrengend war – nie bereut, Lehrerin zu sein“, resümiert die Mönchengladbacherin.

Seit 1995 war sie in Otzenrath und Hochneukirch tätig, vorher lehrte sie in Grefrath. Und Burg ist Lehrerin durch und durch. Sie schwärmt: „Ich kann die Kinder auf einem kurzen Weg intensiv begleiten. Das Arbeiten mit den Mädchen und Jungen macht einfach Spaß, besonders wenn wir gemeinsam Erfolgserlebnisse feiern.“

Bewusst schlug die Mutter zweier Kinder die Richtung ein, an der Grundschule zu lehren: „Die Grundschule ist für alle Kinder da. Wir bringen die Grundlagen fürs weitere Leben bei.

„Wer auf 40 Jahre als Lehrer zurückblickt, hat auch viele Veränderungen miterlebt: „Es gehört viel mehr Management dazu, insgesamt mehr Aufgabenfelder.“ Und auch der Umgang mit den Eltern ist anders: „Viele sind kritischer geworden. Wir müssen Hand in Hand arbeiten, damit wir das Bestmögliche für die Kinder erreichen.“

Prägend war in all den Jahren sicher die Umsiedlung, die von Unsicherheit, ob es in Neu-Otzenrath überhaupt eine neue Grundschule geben würde, begleitet wurde.

Burg beobachtet die Entwicklung der Schülerzahlen: „Aktuell haben wir an beiden Standorten 290 Schüler. Die Tendenz ist steigend. Da muss dringend etwas passieren.“

Die kommissarische Leitung der beiden Standorte wird Konrektorin Kerstin Nellen übernehmen.

Burg wird es genießen, mal nicht zur Schule gehen zu müssen: „Ich werde meine Zeit mit meiner Familie – vor allem den drei Enkeln – verbringen, Handarbeiten machen und Fahrrad fahren.“

Julia Schäfer

(Kurier-Verlag)