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Die Top-Kurier Ortsvorstellung: Haus Bontenbroich Noch heute sieht man Gräben

Die Top-Kurier Ortsvorstellung: Haus Bontenbroich Noch heute sieht man Gräben
Das „Haus Bontenbroich“ gehört nicht so richtig zu einem Ortsteil, wobei es näher dem Stadtteil Mürmeln zugeordnet wird. FOTO: Foto: Norbert Wolf
Jüchen. Zwischen Rath und Mürmeln befindet sie sich: Die Hofanlage „Haus Bontenbroich“. Erst am 13. Dezember 1989 wurde sie in die Baudenkmalliste der, nun, Stadt Jüchen eingetragen. Erbaut wurde das „Haus Bontenbroich“, das heute bewohnt ist, im Jahre 1599. Von Alina Gries

Fast 200 Jahre später ist daraus ein spätmittelalterlicher Herrensitz entstanden.

Dieser ist aus der ehemaligen Wasserburg, ein hervorgegangene dreiflügelige Hofanlage von 1820, mit Resten der älteren Anlage zusammengesetzt worden. Das Herrenhaus ist ein zweigeschossiger Winkelbau aus Backstein mit Treppengiebeln am linken Flügel (Ankersplinte mit Jahreszahl 1599). An der Hofseite befindet sich ein runder viergeschossiger Eckturm sowie eine dreiflügelige Scheunentrakte aus dem Fachwerk des 19. Jahrhunderts.

Zudem wurde das „Haus Bontenbroich“ als Grabenanlage am 16. Juli 1992 in die Bodendenkmalliste eingetragen. Dabei handelt es sich um das „Haus Bontenbroich“, ein 1599 erbautes Renaissanceschlösschen, und die Wirtschaftsgebäude aus dem frühen 19. Jahrhunderts ersetzen eine ältere, schon für das Jahr 1236 urkundlich bezeugte Ansiedlung. Aus dieser Zeit stammen auch die Reste von Gräben, die den Herrensitz ursprünglich auf allen vier Seiten umgaben, aber heute nur noch im Osten erhalten sind.

-tkA.

(Kurier-Verlag)