| 12.31 Uhr

Ein O(h)men: Rettung des Schützenjubiläums

Ein O(h)men: Rettung des Schützenjubiläums
Andreas und Doris Offermann wurden jetzt für das Schützenjahr gekrönt. FOTO: Foto: Justen
Stessen. Der Vogelschusstermin war längst vorbei und der Schützenverein hatte sich schon auf ein Schützenjahr ohne Königspaar eingestellt, da meldete sich Vorstandskamerad Andreas Offermann Anfang September beim Vorstand und erklärte seine Bereitschaft, zusammen mit seiner Gattin Doris die Königswürde für das Schützenjahr 2016/2017 zu übernehmen. Die Freude beim BSV war groß und da der Verein schon Erfahrung hat mit verspäteten Königsmeldungen, wurde die Krönung kurzer Hand auf den Königsehrenabend gelegt. Der 52-jährige König Andreas Reinhard Offermann wuchs mit sechs Geschwister in Bedburdyck auf. Nach erfolgreicher Lehre zum Fernmeldetechniker und Bundeswehrzeit arbeitet er heute beim RWE in Frimmersdorf. Präzise Technik ist sein Hobby und so hat er sich vor einiger Zeit nebenberuflich eine Vertriebs- und Reparaturwerkstatt für Kaffeemaschinen „Andreas Kaffemühle“ aufgebaut. Er ist Mitglied des „Jägerzuges Heimattreu“ und seit drei Jahren Beisitzer im Vorstand des Bürgerschützenvereins. Seine Ehefrau Doris ist gelernte Gardinenfachverkäuferin. Ab der Geburt von Tochter Iris, die mit ihrer Freundin Laura Krons als Ehrendamen den Hofstaat bereichert, managed Doris den Haushalt bei Offermanns. Die beiden sind seit 26 Jahren verheiratet und wohnen seit 1996 in Stessen. Dort wird auch die Königsresidenz errichtet. Als Adjutantenpaar steht den beiden Franz-Wilhelm Brings mit Gattin Ingrid zur Seite. Am selben April-Wochenende trat das Regiment des BSV Bedburdyck und Stessen zum Vogelschuss 2017 an. Nach kurzem Umzug durch die beiden Dörfer kehrte man ins Festzelt ein und der Vogelschuss begann mit dem Pfänderschießen. Danach hatte sich für den Königsvogelschuss noch kein Bewerber gemeldet und es stand zu befürchten, dass mal wieder kein Kronprinzenpaar zum Vogelschuss proklamiert und kein Königspaar zum 150-jährigen Bestehen des Vereins gekrönt werden konnte. Eine sehr traurige Vorstellung. Die Schießmeister begannen bereits mit dem Abbau des Schießstandes als sich Franz-Hubert Ohmen als Bewerber meldete. Bereits im Schützenjahr 2011/2012 hat er mit seiner Ehefrau Ruth die Königswürde getragen hat. Nach drei gezielten Schüssen suchte der Vogel das Weite. Von Alina Gries
(Kurier-Verlag)