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Musik im Park: Irische Folk-Musik und afro-amerikanischer Blues

Musik im Park: Irische Folk-Musik und afro-amerikanischer Blues
Ganz schön verplant ist die Big Band des Gymnasium (siehe Seite 10) und dennoch finden sie Zeit für einen Auftritt bei „Musik im Park“. FOTO: Foto: Big Band
Hochneukirch. Die von Bürgermeister Harald Zillikens im Jahre 2015 ins Leben gerufene Open-Air-Veranstaltung wird auch in diesem Jahr mit vier Konzerten im Schmölderpark Hochneukirch fortgeführt. Beginnen wird die Konzertreihe „Musik im Park“ am Sonntag ab 11 Uhr mit der Irish-Folk-Formation Seisiún. Als die beiden Irlandbegeisterten Hobbymusiker Volker Abrahamczik (Gitarre, Gesang) und Gerhard Kalter (Mandoline, Bouzouki, Banjo, Gesang) sich im Oktober 1984 beim Studium kennenlernten und anfingen, gemeinsam irische Folk Musik zu spielen, ahnten sie nicht, dass sich daraus eine so lange und erfolgreiche Zusammenarbeit entwickeln würde. 1989 stieß Martin Hoffmann (Geige, Mandoline, Gesang) zur Band, die seither in unveränderter Besetzung besteht und bisher drei CDs eingespielt hat. So gehören Seisiún seit vielen Jahren zu den interessantesten und gefragtesten Live Acts der Irish Folk Musikszene in Nordrhein-Westfalen. Der Name Seisiún ist die gälische Übersetzung des englischen Wortes Session – ein lockeres Treffen von Musikern. Ein Schild mit der Aufschrift „Seisiún“ ist in Irland an vielen Pubs der Hinweis darauf, dass hier irische Musik live gespielt wird. Von Alina Gries

Das zweite Konzert findet am Sonntag, den 2. Juli ab 11.00 Uhr statt. Die Big Band des Gymnasiums Jüchen unter der Leitung von Jörg Enderle besteht aus circa 20 Schülern. Die Besetzung orientiert sich an der klassischen, traditionellen Big Band-Stimmverteilung mit drei „sections“, bestehend aus zwei Altsaxophonen, zwei Tenorsaxophonen, einem Baritonsaxophon (reed-section), vier Trompeten, vier Posaunen (brass-section) und Piano, Gitarre, Bass, Drums (rhythm-section). Da am Gymnasium immer wieder tolle Gesangs-Stimmen entdeckt werden, wird der rein instrumentale Big Band-Sound durch Gesangstitel abwechslungsreicher gestaltet. Im Jahr 2014 wurde die Big Band des Gymnasiums beim NRW-Entscheid des Wettbewerbs „Jugend jazzt“ in Dortmund mit einem hervorragenden ersten Preis ausgezeichnet.

Im dritten Konzert der Reihe „Musik im Park“, das am 15. Juli um 19.30 Uhr im Schmölderpark stattfindet, wird „STIXX“ auftreten. Seit 20 Jahren stehen STIXX auf der Bühne. Von Anfang an mit dabei Knuppi (Hans-Georg) Knuppertz an den Drums, Arnold Küsters an der Harp und Percussion, Reiner Lange Gesang und Gitarre, Ernest Conrads am Keyboard und Wolfgang Brandt Gitarre und Gesang. 2005 stieß Wimo (Wilfried) Moll mit seinem Bass zu STIXX.

Jüngstes Bandmitglied ist seit 2007 David Schmidt an der Sologitarre. STIXX spielen Rocksongs der letzten 30 Jahre. Im Repertoire sind u.a.: Pink Floyd, Dire Straits, Jethro Tull, Brian Adams, Joe Cocker, ZZ top, Peter Gabriel, Deep Purple, Bruce Springsteen, aber auch Westernhagen, Grönemeyer und BAP. Spaß haben wir vor allem daran, die Stücke stixxlike zu arrangieren und natürlich auf der Bühne zu präsentieren.

Das vierte und letzte Konzert in 2017 beginnt am 10. September um 11.00 Uhr. Rolf Heimann treibt weiter sein unterhaltsames Unwesen in den „Juke Joints“ der näheren und ferneren Umgebung. Sein Spiel auf der „Slide-Gitarre“ wird allgemein als eines der originellsten anerkannt. Sicher, Professor Bottleneck, alias Rolf Heimann, Jahrgang 1948, ist ein Purist, ein Traditionalist. Den Hut tief ins Gesicht gezogen, die Harmonika im Gestell vor dem Mund, die Dobro – diese schillernde Harley-Davidson unter den Gitarren – in den Armen (Nicht nur die Optik, nein, auch der Sound könnten aus einer verräucherten Honkey-Tonk-Kneipe des Mississippi-Delta der 30er Jahre stammen).

Und dennoch: Das ist weißer Blues, der sich afro-amerikanischer Wurzeln bedient. Auch die eigenen Kompositionen von Professor Bottleneck lassen den Blues hier und heute lebendig werden und bleiben; stets privat, immer realistisch, nie ohne Hoffnung. Originelle Bearbeitungen von Südstaaten-Klassikern wie Blind Wille Johnson und Robert Johnson oder der „Sacred Steel“-Tradition gehören zum Markenzeichen vom Professor Bottleneck. Mag manch andere Bluesband – besonders in Deutschland – sich eher brachialem Bluesrock verschrieben haben, so zeichnen sich Professor Bottleneck & The Juke Kings durch ein besonderes „Roots“-Feeling und einen erdigen Sound aus. Keinerlei Effektgeräte hindern die Gefühle daran, die Seele des Blues zu tanken. Professor Bottleneck & The Juke Kings sind: Rolf Heimann: Gitarren und Gesang, Frank Born: chromastische und diatonische Harmonika, Ronald Jeurissen: Drums, Rado Valjak: Fretless-Bass

Der Eintritt ist bei allen Veranstaltungen frei.

(Kurier-Verlag)