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Nach 18 Jahren werden die Karten nun neu am Gymnasium gemischt
Petra Schlotte verabschiedet sich: „Ich habe zweifellos Glück gehabt“

Petra Schlotte verabschiedet sich:  „Ich habe zweifellos Glück gehabt“
FOTO: Frank Wäntig
Jüchen. "Wir haben vor 18 Jahren mit vier Räumen in der Grundschule in Stessen angefangen", erinnert sich Petra Schlotte, "drei Räume waren für die Kinder gedacht – der vierte fungierte als Lehrerzimmer, Sekretariat und Schulleitungsbüro." Die stellvertretende Schulleiterin geht nun nach 40 Dienstjahren in den Ruhestand.  Von Alina Gries

"Petra Schlotte ist ein Gründungsmitglied der Schule gewesen. Es ist gut, dass wir auf ihre Erfahrung zurückgreifen konnten und nun gemeinsam die Schulentwicklung auf dieser Basis aufbauen können", berichtet Monika Thouet, Schulleiterin des Gymnasiums Jüchen. Allerdings wird Petra Schlotte erst 2018 in den Ruhestand versetzt werden. "Ich gehe jetzt erst einmal in die Freistellungsphase der Altersteilzeit", sagt sie zufrieden.

Bevor die 64-Jährige nach Jüchen an die Schule gekommen ist, war sie bereits seit 20 Jahren am Gymnasium Korschenbroich tätig. "Dort habe ich auch den Aufbau miterlebt", meint Schlotte, "diese Erfahrung wollte ich gerne noch einmal miterleben." So baute sie gemeinsam mit dem damaligen Schulleiter Gerd Acker das Gymnasium auf, führte es an der Seite von Andreas Kries, der nach Ackers Ruhestand die Schulleitung übernahm, weiter – übernahm anschließend alleine die kommissarische Schulleitung, nachdem Kries an eine andere Schule versetzt wurde und arbeitete bis jetzt gemeinsam mit Monika Thouet, der neuen Schulleiterin, zusammen. "Ich bin bis zum Schluss immer gerne für die Schule tätig gewesen", erzählt Schlotte, "es sind viele Mosaiksteine, die dazu beitragen."

Diese seien aber vor allem die Freude im Umgang mit den Kindern. Dennoch freut sich Schlotte auch auf ihren neuen Lebensabschnitt und hat schon einiges geplant. "Erst einmal werde ich Richtung Süden fahren und dort Urlaub machen", sagt sie, "und dann werde ich mich meinen Hobbys widmen." Das bedeutet: Statt Bürokram stehen nun viel Reisen, klassische Musik, Kunst und Lesen auf ihrem Tagesplan. "Ich werde aber auch eine schöne Aufgabe übernehmen", so die 64-Jährige. 

Welche das sein wird wolle sie allerdings noch nicht verraten. Ihrem Nachfolger wünsche sie, dass er das Traditionelle der Schule beibehalte und auch viele neue Ideen einbringe. Marcus Hübner wird heute seinen ersten Arbeitstag an der Schule antreten. Der 45-jährige Giesenkirchener war zuvor drei Jahre lang am Hugo-Junkers--Gymnasium in Mönchengladbach in den Fächern Chemie, Sport und Sozialwissenschaften tätig. 
"Ich habe ein gutes Gefühl mit ihm", sagt Monika Thouet, "ich glaube, dass wird gut harmonisieren."

Durch die Verabschiedung von Schlotte wird das alte Schulleitungs-Team nun komplett neu besetzt werden. "Ich habe zweifellos Glück gehabt", sagt Petra Schlotte. Das sehe sie sowohl im Hinblick auf das Kollegium so, als auch auf die Eltern, Kinder und alles was dazu gehöre.