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Nach „Dreamcatcher“ Hawaii folgt Königsdisziplin
Robin Pesch will beim Ultra-Marathon starten

Robin Pesch will beim Ultra-Marathon starten
Laufen, Schwimmen, Fahrradfahren – Robin Pesch ist in allen Triathlon-Disziplinen fit. Im Oktober startet er beim Ultra-Marathon. FOTO: privat
Hochneukirch. "100 Kilometer laufen, klingt für mich einfach nur unglaublich verrückt", lächelt Robin Pesch. Das war zumindest bis jetzt seine Einstellung. "Ich kenne die Schmerzen nach einem Marathon und genau deswegen möchte ich die 100 Kilometer laufen. Über seine Grenzen gehen. Grenzenlos sein. Das Leben spüren. ,Step by step'. Darum auch diese verrückte Idee." Im Oktober läuft der Hochneukircher seinen ersten Ultra-Marathon. Sonntag hat er erst einmal den "Ironman" in Hamburg vor der Brust.

"Ich war in meiner Jugend in sehr vielen Sportvereinen und habe super viele unterschiedliche Sportarten betrieben. Fußball, Tennis, Volleyball, Badminton, Faustball – alles im Team", berichtet Pesch, "mit 16 wollte ich einfach mal was alleine ,schaffen'. Da hatte ich den Einfall, einfach mal einen Halbmarathon zu laufen. Keinen fünf oder zehn Kilometer-Lauf..."

FOTO: privat

2008 startete Pesch zu seinem ersten Lauf in Duisburg. Jetzt zehn Jahre später will er die Königsdisziplin schaffen. "Auf diese Distanz ist besonders der Kopf gefragt. Es gibt unendlich viele Momente, in denen man aufgeben möchte. Und genau da entscheidet sich das Rennen. Aufgeben oder weitermachen? Wie im wahren Leben..", meint er nachdenklich.

Vorbereiten wird er sich jedoch nicht großartig. "Ich werde nicht viel umstellen. Für mich ist ein aktives Leben Alltag! Ein paar mehr lange Läufe – das war's." Dabei hat er nur ein Ziel vor Augen: "Mein Ziel ist ankommen. Einfach ankommen." 

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Am Sonntag hat Robin Pesch aber erst einmal noch den nächsten "Ironman" in Hamburg vor der Brust. "Das heißt 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer laufen. Alles im Zentrum von Hamburg. Das wird meine zwölfte Langdistanz innerhalb von acht Jahren", erzählt er nicht ganz ohne Stolz.

An den "Ironman" in Hawaii wird dieser aber am Wochenende nicht kratzen. "Hawaii war der ,Dreamcatcher'. Mehr geht nicht", so Pesch, "kurz nach dem Rennen war ich super enttäuscht! Jetzt, drei Jahre später, bin ich unglaublich stolz auf die komplette Geschichte dahinter. Hawaii hat mir gezeigt, dass ich alles schaffen kann, was ich möchte, wenn ich bereit bin, alles dafür zu geben."

Genau aus diesem Grund sich hat der 26-Jährige auch einen Traum erfüllt. "Allgemein habe ich im Sport meinen Lebens-Traum verwirklicht. Jetzt ist mein Traum möglichst viele Menschen bei Ihrem Traum zu unterstützen und die Freude am Sport weiter zu geben. Meine Lebenseinstellung weiter zu geben. ,Dreambig'", meint er augenzwinkernd mit Verweis auf sein Unternehmen. Und sein Plan scheint aufzugehen. Allein der zweite "Storch-Apotheken"-Sommerlauf war wieder ein Erfolg.