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Erlangener Geografie-Master ist der neue City-Manager
Rund um den „Einheits“-Platz soll Gründerviertel entstehen

Erlangener Geografie-Master ist der neue City-Manager: Rund um den „Einheits“-Platz soll Gründerviertel entstehen
Lukas Kratzer (26) ist der neue Innenstadtmanager an der Seite von Wolfgang Haensch. Er rückt für Carina Rupp nach, die wie berichtet in Mutterschaftsurlaub geht. Kratzer machte in Erlangen seinen Master in Geografie, arbeitete dann im Quartiermanagement und Stadtmarketing in Feuchtwangen. Seit vorigem Mittwoch ist er nun bei „CIMA“ und für Grevenbroich zuständig. Im Intensivgang sei er dann mit den wichtigsten Punkten in der Schloss-Stadt vertraut gemacht worden. „Da haben die Köpfe geraucht“, sagt er in einem herrlich bayrischen Tonfall. Er wolle die Ideen der Bürger und der Betroffenen abfragen, um Lösungen zu finden. Kratzer stellte aber auch fest: „Es ist leider so, dass ich kein Zauberer bin.“
Grevenbroich. Die "Unternehmerbox" ist eine der Ideen des in den Händen der Kölner "CIMA" liegenden City-Management für das Bahnhofsviertel, das in den kommenden Monaten und Jahren zu einem echten "Gründerviertel" werden soll. Und die Arbeiten dafür laufen auf Hochtouren ... Von Gerhard Müller

Wie "CIMA"- Chef Wolfgang Haensch im Rahmen einer Pressekonferenz referierte, habe man schon vor Weihnachten angefangen, geeignete Ladenlokale zu "identifizieren". Auf sieben, acht Leerstände hauptsächlich rund um den "Platz der Deutschen Einheit" sei man bei den Recherchen gestoßen.

Danach habe man diese nach Lage und Größe "vorsortiert" und sich die Telefonnummern der Eigentümer von der Stadt zusammenstellen lassen. Nun sei man endlich soweit, dass man mit den Eigentümern sprechen könne. Das soll in den kommenden drei Wochen vom neuen Mann Lukas Kratzer gemacht werden.

Allerdings sei man in einem Fall zu spät dran: Dieser Leerstand wurde bereits wieder vermietet; dort ist inzwischen ein Gesundheitsdienstleister eingezogen.

Angeboten werden sollen diese "Unternehmerboxen" Jungunternehmern und Start-Ups, die auf diesem Weg Ladenlokale zu niedrigen Mietpreisen und akzeptablen Laufzeiten angeboten bekommen.

Zudem können sie eine Unternehmensberatung in Anspruch nehmen, bekommen ein (kleines) "Startgeld" (für den ersten Anstrich zum Beispiel ...) und werden ein Jahr von den umtriebigen "CIMA"-Fachleuten gecoacht.

Für Wolfgang Haensch ist das Spektrum der potenziellen Start-Uper breit gestreut: Einzelhändler, Gastronomen, Dienstleister kämen da in Frage. Allerdings wolle man schon eine gewisse "Qualitätskontrolle" walten lassen. Eine Sushi-Bar oder eine Spielhalle kämen nicht in Frage ...

-gpm.

(Kurier-Verlag)