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Vier Festnahmen nach Einbruchsserie
Verdächtige rammen Polizeifahrzeug

Grevenbroich/Jüchen. Am Donnerstagabend gelang dem zentralen Kriminalkommissariat 14 der Polizei im Rhein-Kreis, zusammen mit der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach, ein Schlag gegen eine mutmaßliche Einbrecherbande.

Intensive Ermittlungen hatten die Fahnder auf die Spur der vier Tatverdächtigen geführt, die nun mit der Unterstützung von Sondereinsatzkräften in Grevenbroich festgenommen werden konnten.

Bei dem Polizeieinsatz wurde das Auto der Verdächtigen im Bereich Elsen an der Rheydter Straße angehalten. Der Fahrzeugführer startete zunächst einen spektakulären Fluchtversuch und rammte dabei die Einsatzwagen der Polizei. Doch er kam nicht weit. Nach wenigen hundert Metern stoppten die Beamten seine Flucht. Die Fahrzeuginsassen, drei Männer im Alter von 31, 21 und 29 Jahren, flüchteten zunächst noch fußläufig in angrenzende Gärten, konnten aber durch die Polizisten gestellt werden.

Einen weiteren mutmaßlicher Komplize (40 Jahre) nahmen die Fahnder in Grevenbroich-Kapellen fest. Den Tatverdächtigen, die zum Teil im Rhein-Kreis wohnen aber alle aus dem ehemaligen Jugoslawien stammen, werden derzeit rund 20 Wohnungseinbrüche in Schwalmtal, Nettetal, Geilenkirchen, Alsdorf, Erkelenz-Holzweiler, Linnich, Niederzier, Euskirchen, Baesweiler, Grevenbroich, Dormagen  und Jüchen zur Last gelegt.

In den genannten Fällen hatten es die Einbrecher, neben Alltagsgegenständen, insbesondere auf Bargeld und hochwertigen Schmuck abgesehen. Nach der Festnahme in Grevenbroich durchsuchten die Fahnder der Polizei auch Wohnungen der Tatverdächtigen und stellten umfangreiches Beweismaterial sicher.

Während die vier Festgenommenen am Freitag auf Antrag der Mönchengladbacher Staatsanwaltschaft einem Richter vorgeführt wurden und dieser Untersuchungshaft anordnete, dauern die Ermittlungen des Kriminalkommissariats in Neuss an. Insbesondere müssen diverse sichergestellte Gegenstände noch möglichen Taten und den rechtmäßigen Eigentümern zugeordnet werden. Wer Hinweise zu den abgebildeten Beweismitteln geben kann, wird gebeten unter der Telefonnummer 02131/30 00 Kontakt mit der Polizei aufzunehmen.