| 08.01 Uhr

„Im Grünen leben und weltweit arbeiten“

„Im Grünen leben und weltweit arbeiten“
E-Bike-Ladestationen – nur ein Baustein im Mobilitätskomzept des Bürgermeisters.
Eckum. „Rommerskirchen soll die Mobilitätsgemeinde Nummer eins werden“, postuliert Martin Mertens mutig ein Ziel für die zweite Hälfte seiner (ersten) Amtszeit als Bürgermeister der Gillbach-Gemeinde. Und dabei denkt er wirklich groß: „Im Grünen wohnen und weltweit arbeiten“ soll das Motto sein. Von Gerhard Müller

Was auf den ersten Blick vielleicht ein wenig hoch gegriffen klingt, hat Hintergrund: Die RE 8 bedeutet für Roki eine direkte Anbindung an den Kölner Flughafen. Und mit der neuen, geplanten S-Bahn-Linie in Richtung Landeshauptstadt gibt es die demnächst auch zum Düsseldorfer Flughafen.

„Ich kenne Rommerskirchener, die dienstlich morgens nach London jetten und die abends wieder bei der Familie sind“, erzählt der Rathaus-Chef, der allerdings mit seinem „Mobilitäts-Konzept“ nicht nur an die S-Bahnen und an die Ortsumgehungen denkt.

Auch die Elektro-Mobilität erscheint im wichtig. „Wir planen das Busfahrkonzept komplett neu aufzustellen“, erläutert er. Das bestehende basiere auf den Verhältnissen in den 70er Jahren, als Rommerskirchen nichts anders als eine „Durchgangsstation“ zwischen Grevenbroich und Dormagen gewesen sei. „Heute sieht das anders aus“, so Mertens. Heute sei Rommerskirchen durchaus Ziel. „Warum sollen wir bei der neuen Konzeption nicht auch auf elektrobetriebene Kleinbusse setzen? Das könnte ein spannendes Modellprojekt werden“, so Mertens.

Dazu gehören dann auch E-Bike-Ladestationen, solche für E-Autos und auch die „Ertüchtigung des historischen Bahndammes“ als schnelle Fahrrad-Verbindung zwischen den Orten.

„Mobilität wird bei jungen Leuten heute ganz anders gedacht“, macht auch Wirtschaftsförderer Elmar Gasten deutlich. Da würden Power-Pedelecs den Zweitwagen ersetzen.

Weitere Themen in diesem Konzept sind die „Mitfahrerbank“ und die Mobilitäts-Station am Bahnhof. „Das ist eine Mammutaufgabe – bis in die zweite Amtszeit hinein“, lacht Gasten.

Gerhard Müller

(Kurier-Verlag)