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Gemeinde trifft Landesbetrieb: So geht es mit der B 477 n weiter

Gemeinde trifft Landesbetrieb: So geht es mit der B 477 n weiter
Große Runde: Küpper, Reimert (beide Gemeinde Rommerskirchen), Münster, Jansen (beide „Straßen.NRW“) gemeinsam mit Bürgermeister Mertens (von links). FOTO: Foto: BeHo
Rommerskirchen. „2024 – das ist eine Perspektive, die man verfolgen sollte“. Gillbach-Bürgermeister Martin Mertens zeigt sich nach dem Treffen mit dem zuständigen Landesbetrieb optimistisch: Man sei die gesamte Planung durchgegangen und „der Baubeginn 2024 ist möglich. Wenn alles gut läuft.“ Von Gerhard Müller

Die Ortsumgehung B 477 n bleibt eines der wichtigsten Themen der Rommerskirchener Kommunalpolitik. Nicht zuletzt seit der Sammlung von rund 2.600 Unterschriften durch die Interessengemeinschaft „Pro B 477 n“ und dank des Engagements von Landesparlamentarierin Heike Troles hat das Thema auch landesweit Aufmerksamkeit erregt.

Mit Spannung wurde daher der Termin zwischen Bürgermeister Dr. Mertens und dem Leiter der Regionalniederlassung Niederrhein des Landesbetriebes „Straßen.NRW“, Christoph Jansen, erwartet.

Immerhin stand auf der Gesprächsagenda des Termins primär das Thema Ortsumgehung Rommerskirchen (Anstel/ Frixheim/ Butzheim/ Eckum/ Gill) und die mögliche Zeitplanung einer Umsetzung.

Auf das Gespräch hatte nicht zuletzt Verkehrsminister Hendrik Wüst durch sein Büro verweisen lassen.

„Nach dem Gespräch bin ich zuversichtlich, dass – sofern das Planfeststellungsverfahren erwartungsgemäß läuft – ein Baubeginn im Jahr 2024 realistisch ist“, so Mertens.

Jansen hatte in dem Gespräch angeführt, dass zunächst die Ergebnisse der Aktualisierung sowohl einiger Umweltdaten, als insbesondere auch eines neuen Verkehrsgutachtens abgewartet werden müssten, die aber planmäßig Ende 2019 abgeschlossen werden.

Die Beauftragung der entsprechenden Unternehmen ist bereits erfolgt.

Bei Aufnahme in das Arbeitsprogramm zum „Masterplan Straßenbau“ des Landes könnten die Arbeiten bereits im Januar 2019 beginnen. „Der

Vorentwurf könnte dann voraussichtlich bis 2021 abgeschlossen werden, die Planfeststellung im Jahr 2023 erfolgen“, so Jansen, der betont, dass er die Ergebnisse der Untersuchungen „nicht vorweg nehmen“ könne.

Martin Mertens: „Die gute Nachricht ist, dass, sofern Minister Wüst tatsächlich die B 477 n in das Arbeitsprogramm 2019 aufnimmt, sich das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, Rat und Verwaltung ausgezahlt hat.“

Dies hatte Wüst – auch via Heike Troles – bereits mehrfach zugesagt.

Die Planungsarbeiten sind übrigens erst im April diesen Jahres von der Regionalniederlassung Ville-Eifel an die Niederlassung Niederrhein übergeben worden.

Dort hat man sich jedoch schnell in die Materie eingearbeitet. Jansen und Mertens vereinbarten weiter eine enge

Abstimmung in dem Projekt, Mertens sagte ausdrücklich jedwede fachliche und tatsächliche Hilfe zu.

Zum Glück, so Mertens gegenüber dem Erft-Kurier, sei die Situation in Rommerskirchen anders als in Kapellen: „Bei uns stehen alle Parteien, der gesamte Rat hinter der Umgehungsstraße“, so Rokis Bürgermeister. Auch die Bürgerschaft trage das Projekt mit.

Auch die Bürgergruppe um Manfred Schauf, die gegen die ersten Umgehungspläne gekämpft hatte, sei inzwischen durch die Tieferlegung der Straße auf dem Standpunkt „Da können wir mit leben“.

Wenn die besagten Untersuchungen (Mertens: „Welche Tiere dort brüten und eine neue Verkehrszählung. Die ist in unserem Sinne, weil der Verkehr noch zugenommen hat.“) gelaufen sind, dann muss auch die Frage der Anbindung der Umgehung an die B 59 geklärt werden.

Da ist nämlich noch offen, ob mit einem Kreisverkehr (Mertens: „Der reicht für uns auch.“), mit Ausweichspuren oder gar kreuzungsfrei gearbeitet wird.

-gpm.

(Kurier-Verlag)