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Interkultureller Garten für Widdeshoven geplant

Widdeshoven. Das rund zwei Hektar große brachliegende Gelände der ehemaligen „Gärtnerei Olligs“ soll wieder mit Leben gefüllt werden. Für die leer stehenden Verkaufsräume wurde bereits die Idee einer Begegnungsstätte für die Dorfgemeinschaft, eines „Dorf-Cafés“, entwickelt. Von Gerhard Müller

In Anlehnung an die ehemalige Nutzung und im Zusammenhang mit dem „Dorf-Café“ entstand nun die Idee eines „interkulturellen Gartens“.

In Widdeshoven lebt dauerhaft ein Großteil der Flüchtlinge, die in der Gemeinde Zuflucht gefunden haben. Über das „Dorf-Café“ und den Gemeinschaftsgarten, durch das gemeinsame Arbeiten, Pflegen und Ernten kann –so die Idee – eine neue Dorfgemeinschaft entstehen. Durch Menschen, die bereits hier wohnen. Und durch Menschen, die dazukommen möchten.

Der Erfahrungs- und Wissensaustausch, das Lernen über unterschiedliche Pflanzensorten, Anbau- und Pflegetechniken könne dabei eine hohe integrative Kraft entfalten. Jede Meinung zähle und jeder sei willkommen, so die dahinter steckende Idee!

Die Vorstellung des interkulturellen Gartens wurde in das

„Integrierte Handlungskonzept zur grünen Infrastruktur“ für die „Innovationsregion Rheinisches Revier“ als Projekt aufgenommen.

Für die Projekte des Handlungskonzepts hat das Land Nordrhein-Westfalen im Dezember 2017 eine Förderempfehlung ausgesprochen. Nun geht es darum, die Projektidee des „Interkulturellen Gartens

Widdeshoven“ weiter zu entwickeln. „Und für einen Garten braucht es zunächst Gärtner“, so Rathaussprecher Elmar Gasten.

Daher sind alle am Thema Interessierte – erfahrene Gartenbesitzer, Profis und Laien, Junge und Alte, also alle, die heute und auch zukünftig Lust aufs Gärtnern und auf den Austausch untereinander haben – zu einer Planungswerkstatt

eingeladen. Am Donnerstag um 17.30 Uhr werden von allen Interessierten in den ehemaligen Verkaufsräumen der „Gärtnerei Olligs“ Ideen gesammelt: Wie soll der „Interkulturelle Garten Widdeshoven“ aussehen? Wie soll dort gegärtnert werden? Welche „Spielregeln“ gibt es für das Gärtnern? Welche gemeinsamen Veranstaltungen (gemeinschaftliches Kochen mit dem angebauten Gemüse) soll es geben?

(Kurier-Verlag)