Hermann Gröhes „Berliner Notizen“: Erste Bürgerpflicht: Umsichtig handeln

Hermann Gröhes „Berliner Notizen“ : Erste Bürgerpflicht: Umsichtig handeln

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

ob in der Familie, im Freundeskreis oder am Arbeitsplatz – der Kampf gegen das neuartige Corona-Virus ist DAS große Thema dieser Tage.

Bund, Länder und Kommunen haben bereits frühzeitig umfassende Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Dies ist wichtig, denn: Je langsamer sich das Virus ausbreitet, desto besser kann unser Gesundheitssystem damit umgehen. Je weniger Menschen sich gleichzeitig anstecken, desto besser können Ärzte schwerkranke Patienten behandeln.

Bundes-Gesundheitsminister Jens Spahn und die Bundesregierung treffen mit Unterstützung des Bundestages jeweils an die Lage angepasste Entscheidungen, um insbesondere Risikogruppen wie ältere Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen zu schützen.

So steht nun eine Milliarde Euro zusätzlich bereit, um medizinische Schutzausrüstung zu beschaffen und einen Impfstoff zu entwickeln.

Bei uns im Rhein-Kreis untersuchen die drei Corona-Testzentren in Dormagen, Grevenbroich und Neuss Verdachtsfälle schnell und gebündelt – in enger Abstimmung mit Ärztinnen und Ärzten sowie den Krankenhäusern und dem Gesundheitsamt.

Für Personal- und Sachkosten der Zentren hat der Kreistag nun zusätzliches Geld zur Verfügung gestellt.

Weiterhin geht es darum, die Folgen für unsere Wirtschaft und den Arbeitsmarkt abzufedern. So werden Unternehmen leichter das so genannte „Kurzarbeitergeld“ beantragen können, um bei vorübergehendem Arbeitsausfall die Weiterbeschäftigung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu ermöglichen und Entlassungen zu vermeiden.

Bundesregierung und Bundestag haben sich hierzu auf ein beschleunigtes Gesetzgebungsverfahren verständigt, um schnell und unbürokratisch Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu helfen.

Als für die Themen Arbeit und Soziales zuständiger stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion habe ich – auch nach Gesprächen mit vielen mittelständischen und großen Unternehmen bei uns im Rhein-Kreis – diese wichtige Maßnahme mitverhandelt.

Auch direkte Finanzhilfen für besonders betroffene Unternehmen, insbesondere über die staatliche Förderbank KfW, sind in Vorbereitung.

Das alles ist richtig und wichtig. Doch es kommt auch auf jede und jeden einzelnen von uns an. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen, Abstand zu Erkrankten halten und Husten und Niesen in Taschentücher oder die Armbeuge sind entscheidend, um die Ausbreitung von Corona zu verhindern.

Zudem liefern das Robert-Koch-Institut (www.rki.de) und das Bundesgesundheitsministerium (www.bundesgesundheitsministerium.de) stets die neuesten Hinweise und Empfehlungen. Und unser Gesundheitsamt im Rhein-Kreis hat unter 02181/601–7777 eine eigene Telefon-Hotline für wichtige Fragen zu Corona eingerichtet.

Es ist nicht abzusehen, wie lange das Virus uns noch beschäftigen wird. Sicher ist aber eines: Je umsichtiger wir alle handeln, desto besser werden wir die Herausforderung meistern können.

Es grüßt Sie aus Berlin

Ihr Hermann Gröhe

Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-

Bundestagsfraktion