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„Mehr Licht ins Dunkel bringen“

„Mehr Licht ins Dunkel bringen“
Grevenbroich. „Die innere Sicherheit ist das Thema, das die Bürger bewegt. Die Angst ist wieder da; sie ist das permanente Thema.“ Heike Troles, örtliche Kandidatin der CDU für den Landtag, ist bewegt, hat diese Erkenntnis nicht erst bei einer Fahrt gemeinsam mit dem Landrat durch den Rhein-Kreis gewonnen. Ausgangspunkt sei natürlich nicht zuletzt die viel diskutierte Silvesternacht 2015 in Köln gewesen. Von Gerhard Müller

Dennoch will sie diese Angst um Sicherheit nicht vorrangig mit der Flüchtlingsthematik verknüpft sehen. „Das ist ein gesellschaftliches Problem. Die Toleranzgrenze sinkt; die Gewaltbereitschaft nimmt zu“, lautet ihre Analyse. Die Ursachen müsste man bei Video-Games, Filmen und im Internet suchen. Natürlich käme es aber auch zu Konflikten, weil einige der Migranten einen anderen kulturellen Hintergrund hätten, mit den Sitten und Gebräuchen in Deutschland nicht vertraut wären.

Was zu tun ist, ist für Heike Troles glasklar: Mehr Polizeibeamte auf die Straßen bringen. An gefährdeten Stellen die Video-Überwachung erleichtern. Und für mehr „Licht“ in den Dunkelstunden sorgen. Dass es des Nachts nur zwei Polizeiwagen in Grevenbroich gibt und dass, wenn beide auf Tour sind, Bürger quasi in die Warteschleife gesetzt werden, sei nicht in Ordnung. Landrat Petrauschke könne daran allerdings nur wenig ändern: „Der bekommt ja die Beamten auch nur zugewiesen.“ Änderungen fordert sie deshalb vom Land. Für ihren Wahlkreis will Troles zusammen mit der Frauen-Union übrigens die Aktion „Mehr Licht ins Dunkel“ starten. Dabei soll es um bessere Ausleuchtung dunkler Gassen gehen, aber auch darum, wie sich frau gegen männliche Gewalt wehren können.

-gpm.

(Kurier-Verlag)