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Bahnfahren im Rhein-Kreis: Unzufriedene Kunden. Grausliche Haltepunkte. Unentwegte Mehrkosten.

Grevenbroich. Eine „Resolution für einen zukunftsfähigen und attraktiven Schienenpersonennahverkehr im Rhein-Kreis“ hat jetzt die SPD-Fraktion für die Sitzung des Kreis-Ausschusses an diesem Mittwoch beantragt. Von Gerhard Müller

Die Pendler-Bewegungen in und aus dem Rhein-Kreis heraus sind innerhalb von nur fünf Jahren um annähernd zehn Prozent gestiegen. Bei insgesamt 49 Bahnlinien im Bereich des „Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr“ (VRR) kommen die Linien im Rhein-Kreis dabei in der Kundenbewertung schlecht weg. Die RB27 liegt mit Platz 38 sogar im unteren Viertel der Auflistung.

23 Haltepunkte liegen im Rhein-Kreis und um diese ist es, wie im VRR-Stationsbericht

2017 auch nachzulesen ist, nicht gut bestellt: Sechs Stationen bewertet der VRR mit rot, acht erhalten die Farbe gelb. Besonders kritisch ist die Situation etwa an den Haltepunkten Gustorf, Hochneukirch, Jüchen und Allerheiligen.

Auf der anderen Seite stiegen die Preise in den vergangenen fünf Jahren um über zehn Prozent. Das Statistische Bundesamt vermeldete gar, dass die Preise im Personennahverkehr in den vergangenen 18 Jahren um fast 79 Prozent zulegten und die Kosten für Bahntickets sich in diesem Zeitraum um 57 Prozent erhöhten.

In der Resolution sollen all diese Probleme angesprochen und die Suche nach Lösungen deutlich klarer eingefordert werden.

-gpm.

(Kurier-Verlag)