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Das Königsspiel in jungen Jahren prädestiniert für große Aufgaben

Das Königsspiel in jungen Jahren prädestiniert für große Aufgaben
Edelknabenkönig Jan Helfenstein und Jugendschützenkönig Max Barg.
Grevenbroich. Sie sind die jüngsten „Majestäten“ im Grevenbroicher Schützenregiment, haben aber oftmals schon eine lange Schützenkarriere nach sich und hoffentlich auch noch vor sich. Von Gerhard Müller

So ist zum Beispiel schon 2013 der gerade erst vierjährige Jan während des ganzen Schützenfestes im T-Shirt des Jägerzuges „St. Hubertus 1899“, dem Zug seines Vaters, herumgelaufen. Dann kam das Wimmelbild 2014 und für Jan gab es kein Halten mehr: Er musste Edelknabe werden.

Auch Mutter Anja war einverstanden und so marschierte Jan von da an im BSV mit. Es lag wohl in den Genen, stammten doch beide Eltern mit den Familien Helfenstein und Küppers beide aus alten Schützenfamilien.

In diesem Jahr nun ist Jan Helfenstein aus dem Köngisschuss der Edelknaben als König hervorgegangen. Seitdem der nunmehr Achtjährige mit sicherer Hand im Mai an der Grillhütte die Königswürde errang, geht der an für sich eher ruhigere Junge bei den Edelknaben so richtig aus sich heraus und steckt jeden mit seiner Begeisterung an.

Mit ihm freuen sich seine drei Schwestern und sein jüngerer Bruder. Nach den Schulferien kommt Jan jetzt in die dritte Klasse an der Grundschule „St. Josef“ in der Südstadt. Sport und Mathe sind seine Favoriten, beim Sport – na klar – der Fußball.

Und er geht jetzt auch beim DLRG Schwimmen – Wasserschlachten und Rutschen gehören ja auch dazu!

Die K-Frage war für Max 2012 im ersten Jahr seiner Mitgliedschaft beim Schützennachwuchs, damals noch bei den Edelknaben, kein Thema, obwohl er doch so gerne auf den Vogel mitgeschossen hatte. Doch seine Eltern, die bis dahin noch so gar nichts mit dem Schützenwesen am Hut hatte, wollten sich doch erst einmal ein Überblick über das neue Hobby seines Sohnes verschaffen. Er hatte sein Schul- und TuS-Jugendmitspieler Noah beim Fackelzug gesehen und sich dann gleich ausgetauscht, beim Schützennachwuchs mitzumachen. Mittlerweile ist eigentlich die komplette TuS-D-Jugend auch bei den Jugendschützen. Und Vater Stephan ebenso wie Mutter Katja sind mittlerweile überzeugte Schützeneltern, selbst seinen kleinen Bruder Moritz hat Max mit dem „Schützenvirus“ angesteckt. Auch die Königswürde stand ab dem zweiten Jahr seiner jungen Schützenkarriere ernsthaft auf dem Plan, doch das nötige Quäntchen Glück kam eben erst in diesem Jahr – viermal kam Max in ein Stechen um die Königswürde, zweimal bei den Edelknaben, zweimal bei den Jugendschützen.

Besonders stolz ist der Erasmus-Schüler mit bilingualer Englisch-Klasse darauf, dass er wie sein Vorgänger Leo Broll mit der 6d auch zur „besten Klasse Deutschlands“ gehört. Erfolgreich hatte die Klasse beim KIKA-Wettbewerb teilgenommen und 1.440 Konkurrenten ausgestochen. Und noch etwas teilt Max mit seinem Vorgänger Leo: Beim diesjährigen Kaiserschießen aller Grevenbroicher Jugendschützen setzte er sich souverän durch und ist nun auch Jugendkaiser von Grevenbroich!

Max interessiert sich nicht nur für die klassischen Hobbies wie Fußball beim TuS oder als Fußballfan für „Fortuna“ Düsseldorf. Auch das Saxophonspielen ist seine Sache.

Er spielt an seiner Schule in der Musikklasse und an der Jugend-Musik-Schule. Max ist also vielseitig unterwegs, aber nun freut er sich auf „sein“ Schützenfest. Obwohl Unterstufensprecher hat er einen gewissen Respekt vor seiner Rede im Festzelt.

Beide Nachwuchsmajestäten haben also schon eine beachtliche Schützenkarriere hinter sich … Dass dies auch der Beginn einer langen künftigen Karriere sein kann, beweisen Schützen wie Stefan Sürth, die Ex-Majestäten Franz-Josef Esser, Christoph Oberbach oder Victor Göbbels – alles ehemalige Edelknaben, die heute eine führende Rolle im BSV übernommen haben.

Darauf sind die beiden Jugendbetreuer, Ulrich Herlitz und Axel Holzhausen, zu recht ein wenig stolz.

(Kurier-Verlag)