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Thiel kämpft weiter: Schwarz-gelber Kahlschlag ist genauso ein Fehler wie Remmels Übertreibungen

Thiel kämpft weiter: Schwarz-gelber Kahlschlag ist genauso ein Fehler wie Remmels Übertreibungen
Rhein-Kreis Neuss. Rainer Thiel (SPD) hat mit seiner Niederlage bei der Landtagswahl abgeschlossen: Vor allem der erdrutschartige Minus-Trend für die Landes-SPD und vor allem für Hannelore Kraft hatten auch ihn aus dem Landtag gespült. In der kommenden Woche will er sich wieder um den Vorsitz der SPD-Kreistagsfraktion bewerben („Ich will bis 2020 meine Fraktion im Kreistag führen.“). Und er will weiter an „seinen“ Themen wie Strukturwandel, Leitentscheidung zur Braunkohle und Energiewende arbeiten. In diesem Sinne hat er auch den schwarz-gelben Koalitionsvertrag genau gelesen. Speziell die dort vorgesehene Festschreibung, dass Windräder mindestens 1,5 Kilometer Abstand zur Wohnbebauung haben sollen, sieht er kritisch: „Dann hätten wie hier gar nichts mehr an Windrädern.“ Und auch landesweit würden 80 Prozent der Flächen wegfallen. „Es ist die spannende Frage, ob der Regionalrat auf diese politischen Ziele eingeht.“ Dort hat Thiel noch Sitz und Stimme. Er ist für deutlich weniger Windkraft, als von Rot-Grün in den Regionalplan geschrieben, aber gegen einen Kahlschlag. Als Land müsse man Interesse daran haben, „technisch dabei zu bleiben“ und „die Wertschöpfung im Lande zu halten“. Von Gerhard Müller

Gerhard Müller

(Kurier-Verlag)