Beleuchtetes Fahrradparkhaus am Bedburger Bahnhof offiziell eröffnet Künstlerisch gestaltete Fassade mit Motiven aus Bedburg

Bedburg · Das neue Fahrradparkhaus am Bedburger Bahnhof ist fertiggestellt und kann ab sofort genutzt werden. Die feierliche Eröffnung fand Ende März statt.

Das neue Fahrradparkhaus begrüßt die Menschen am Bedburger Bahnhof mit einer künstlerisch gestalteten und in den Abendstunden beleuchteten Fassade.

Foto: SBed./Hannes Kessler

Mit dem modernen Fahrradparkhaus setzt die Stadt einen weiteren wichtigen Schritt für nachhaltige Mobilität und eine bessere Verknüpfung von Fahrrad und öffentlichem Nahverkehr.

„Viele Bedburger haben sich sichere und wettergeschützte Abstellmöglichkeiten für ihre Fahrräder am Bahnhof gewünscht. Mit dem neuen Fahrradparkhaus schaffen wir genau dieses Angebot und machen den Umstieg zwischen Fahrrad und Bahn deutlich komfortabler“, sagt Sascha Solbach, Bürgermeister der Stadt Bedburg.

Von links: Sascha Solbach (Bürgermeister der Stadt Bedburg), Diana Ramaekers (Künstlerin), Markus Ulrich (Planungsbüro „Archigraphus“), Holger Fritsch (Bereichleiter ÖPNV-Investitionsförderung und Regionale Mobilitätsentwicklung bei „go.Rheinland“) und Torsten Stamm (Technischer Dezernent der Stadt Bedburg).

Foto: SBed./Hannes Kessler

Unterstützt wurde der Bau des Fahrradparkhauses in Bedburg mit einer Förderquote von 90 Prozent durch den Zweckverband „go.Rheinland“. „Durch das neue Fahrradparkhaus kann die Attraktivität des Nahverkehrs weiter gesteigert werden. Eine solche Maßnahme ist eines der vielen Puzzleteile, mit denen wir die umweltfreundliche Verknüpfung an den ÖPNV-Knotenpunkten bei uns im Rheinland gezielt stärken“, so Holger Fritsch, Leiter der ÖPNV-Investitionsförderung bei „go.Rheinland“.

Das Fahrradparkhaus wurde nach Plänen des Aachener Architekturbüros „archigraphus“ errichtet und bietet 148 Stellplätze für Fahrräder, darunter zwei Stellplätze für Lastenräder. Ergänzend stehen eine Schließfachanlage mit 23 Ladefächern für e-Bike-Akkus sowie eine Fahrradservicestation mit Reparaturkits zur Verfügung. Auch eine Videoüberwachungsanlage sorgt für zusätzliche Sicherheit.

Das Projekt geht auf Ergebnisse einer Bürgerbefragung im Rahmen des „Masterplans Radverkehr“ zurück. Dabei hatten 71 Prozent der Befragten angegeben, dass ihnen die Nutzung des Fahrrads oder Pedelecs wichtig oder sehr wichtig ist. Gleichzeitig wurde bei den Abstellmöglichkeiten am Bahnhof Verbesserungsbedarf gesehen.

Ein besonderes Merkmal des Gebäudes ist seine künstlerisch gestaltete Fassade. Sie zeigt unterschiedliche Phasen der Entwicklung der Bedburger Stadtlandschaft und gibt dem Gelände rund um den Bahnhof damit eine neue Identität.

Von links: Lucas Scheer, Anke Pötter (Projektverantwortliche bei der Stadt Bedburg), Sascha Solbach (Bürgermeister der Stadt Bedburg), Diana Ramaekers (Künstlerin), Markus Ulrich (Planungsbüro „Archigraphus“), Holger Fritsch (Bereichleiter ÖPNV-Investitionsförderung und Regionale Mobilitätsentwicklung bei „go.Rheinland“) und Torsten Stamm (Technischer Dezernent der Stadt Bedburg).

Foto: SBed./Hannes Kessler

Künstlerin Diana Ramaekers hat dafür Collagen aus Fotografien von Regentropfen, Wolken, Strömungen der Erft, Motiven des Tagebaus sowie der umliegenden Naturlandschaft gestaltet. Diese abstrahierten Bildmotive ziehen sich als zusammenhängende Bildreihe um das gesamte Gebäude und wurden in das Lochblech der Fassade gestanzt.

Alle verwendeten Aufnahmen stammen aus Bedburg und der unmittelbaren Umgebung. Bahnfahrende werden bei ihrer Ankunft also direkt von diesen Motiven begrüßt. Durch die Beleuchtung aus dem Inneren des Gebäudes werden die Motive auch abends sichtbar und tragen zugleich zur Sicherheit rund um das Fahrradparkhaus bei.

Die Buchung der Stellplätze erfolgt über die Plattform „radbox.nrw“. Interessierte können sich einmalig über die App oder die Webseite registrieren. Anschließend wird im persönlichen Profil ein Zahlungsmittel hinterlegt – möglich sind Kreditkarte, PayPal oder SEPA-Lastschrift.

Wer ein ÖPNV-Aboticket mit Chipkarte besitzt, kann dieses optional ebenfalls im Profil hinterlegen und erhält dadurch einen Rabatt. Der Rabatt für digitale Abotickets kann über den Support gewährt werden ([email protected] oder 02223/9 14 78 69).

Nach der Registrierung wählen Nutzer den Standort des Fahrradparkhauses in Bedburg aus, legen Startdatum und gewünschte Mietdauer fest und buchen einen freien Stellplatz. Nach erfolgreicher Buchung erhalten sie eine Bestätigung per Mail sowie ihre persönlichen Zugangsdaten. Vor Ort kann das Fahrrad anschließend über das Terminal der Anlage sicher eingestellt werden.

Die Nutzung des Fahrradparkhauses ist bewusst günstig gestaltet. Die kürzeste Mietdauer beträgt sechs Stunden und kostet 50 Cent. Zwölf Stunden kosten 60 Cent, für 24 Stunden wird ein Euro fällig. Darüber hinaus sind auch längere Buchungen möglich: Drei Tage kosten zwei Euro, eine Woche fünf Euro, ein Monat zehn Euro und ein halbes Jahr 70 Euro.

Inhaber eines ÖPNV-Abos zahlen jeweils den halben Preis. Die Einnahmen dienen dazu, die laufenden Betriebs- und Unterhaltungskosten des Fahrradparkhauses zu decken.

Die Stadt Bedburg folgt damit den Tarifempfehlungen von „go.Rheinland“. Demnach sind Langzeitmieten teurer als kürzere Zeiträume, damit Stellplätze nicht dauerhaft belegt werden.

Alle Fragen und Antworten zum neuen Fahrradparkhaus inklusive detaillierten Infos zur Fassade gibt es ebenfalls unter: https://www.bedburg.de/fahrradparkhaus.htmhttps://www.bedburg.de/fahrradparkhaus.htm

(-ekG.)