| 14.11 Uhr

„Arbeitskreis Judentum“ stellt Halbjahresprogramm vor
Weitere Stolpersteine und eine Friedhofs-Führung

„Arbeitskreis Judentum“ stellt Halbjahresprogramm vor: Weitere Stolpersteine und eine Friedhofs-Führung
Gereon Riedel im vergangenen Sommer zusammen mit Gesamtschülern auf dem jüdischen Friedhof
Hülchrath. Der "Arbeitskreis Judentum" des Grevenbroicher Geschichtsvereins stellt in diesen Tagen sein neues Halbjahresprogramm vor. Und es geht los am Holocaust-Gedenktag am Freitag. Von Gerhard Müller

Von 18 bis 19 Uhr wird Künstler Gereon Riedel in der ehemaligen Synagoge in Hülchrath gemeinsam mit Schülern der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule sein Kunstprojekt "Denk.Mal" um die Namen aller derzeit bekannter Holocaust-Opfer aus dem heutigen Stadtgebiet Grevenbroichs ergänzen.

Zum Abschluss werden die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert und alle Namen vorgelesen. Ferner wird eine Schülerfilmarbeit von Matthias Krey vom Erasmus-Gymnasium über die Judenverfolgung in Grevenbroich präsentiert.

Die sechste "Stolperstein"-Verlegung ist für den 2. Februar geplant. Treffpunkte sind in Kapellen an der Neusser Straße 30, in Hülchrath an der Herzogstraße 3, in Gustorf an der Christian-Kropp-Straße 10 und in Gindorf an der Friedensstraße 81. Es werden für die Kapellener Schwestern Kaufmann, die Hülchrather Familie Vasen, Berta Löwenthal aus Gustorf und die Familie Beretz aus Gindorf die bekannten "Stolpersteine verlegt".

Die Verlegung erfolgt gemeinsam mit dem Geschichtsverein und der Stadt Grevenbroich in Kooperation mit dem Heimatverein "Kapellener Jonge" und dem BSV-Kapellen, der Dorfgemeinschaft Hülchrath sowie "Gemeinsam für … Das Ortsnetzwerk für Gustorf und Gindorf".

Das Projekt "Stolpersteine" – mit dem Schwerpunkt jüdische Kinder in Grevenbroich – wird auch gemeinsam mit "KKG – Gegen das Vergessen" am Tag der Offenen Tür in der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule an diesem Samstag in der Zeit zwischen 9.30 bis 11.30 Uhr in einer kinder- und jugendgerechten Form vorgestellt.

"Hauptsache kein Schwein – Koscher und halal leben im Rheinland" heißt eine Filmvorführung mit anschließendem Autorengespräch am 6. April um 18 Uhr im Museum in der "Villa Erckens".

Die neueste Filmdokumentation des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) begleitet eine jüdische und eine muslimische Familie in ihrem Küchenalltag und bei ihrem Umgang mit Speiseregeln.

Auf dem jüdischen Friedhof an der Montanus-Straße gibt es eine Führung am 19. Mai von 16 bis 17.30 Uhr: Schülerinnen des Projektes "KKG – Gegen das Vergessen" führen in Koopera-tion mit der VHS Grevenbroich (Kurs Nr. F02100109) über den jüdischen Friedhof.

Derzeit wird auch an einer eigenen App zum Novemberpogrom, Stolpersteinen und dem jüdischen Friedhof Stadtmitte gearbeitet.

Der "Arbeitskreis Judentum" bietet am 19. Mai wieder gemeinsam mit Künstler Gereon Riedel für interessierte Jugendliche das Kunstprojekt "Denk.mal" an. Jugendliche können unter Anleitung von Riedel Abdrücke von Grabdenkmälern und Inschriften nehmen und gemeinsam mit dem Künstler eigene Kunstwerke schaffen.

Es gibt auch eine eigene "facebook"-Seite (

www.facebook.com/judentum.grevenbroich

), in der neben lokalen Themen auch allgemeine thematisch passende Beiträge und Links zum Thema veröffentlicht werden.

-ekG.

(Kurier-Verlag)