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Verkehrschaos nach Baustellenbeginn
Bus verirrt sich in engen Gassen

Verkehrschaos nach Baustellenbeginn: Bus verirrt sich in engen Gassen
Klaus Dahmen von „Straßen.NRW“ kommt selber aus der Gemeinde. Daher sei es ihm wichtig, dass die Baustelle zügig voran gehe. FOTO: Fotos: Alina Gries
Jüchen. "Wir sind im Moment noch in der Gewöhnungsphase, aber der Verkehr verlagert sich noch", fasst Klaus Dahmen die erste Woche der Wanderbaustelle an der B59 zusammen. Beschwerden über zu engen Begegnungsverkehr habe es bisher nur von der Fallerstraße gegeben. Von Alina Gries

"Am ersten Bauabschnitt bis zum Markt ist noch nicht so viel Gewerbe betroffen", meint Dahmen, "danach wird es interessant, wenn es an das Herzstück geht." Aus Angst vor Umsatzeinbußen haben die Einzelhändler Ausschilderungen gefordert, diese wurden jedoch aus Befürchtung vor zu hohem Verkehrsaufkommen abgelehnt. "Die Straße muss neu gemacht werden, das können wir nicht verhindern", so Dahmen. Die Sprechstunde, die immer dienstags von 10 bis 12 Uhr und zusätzlich im ersten Monat donnerstags von 15 bis 17 Uhr im Baubüro an der Alleestraße angeboten wird, sei bisher kaum genutzt worden. "Wir hätten mehr erwartet. Die Nachfrage war nicht groß", sagt er, "mein persönlicher Eindruck ist aber, dass die Leute froh sind, dass die Straße gemacht wird." Und dass dies zügig laufe, liege auch in seinem Interesse. "Ich wohne selber in Jüchen, die Prügel kriegen wir", lacht er. Und auch die Sorgen über den Start der Baustelle an der Hamscherstraße zum Schützenfest seien unbegründet gewesen.

So denken die Jüchener über die Baustelle: FOTO: Alina Gries

Verkehrschaos sei bisher nur von der Fallerstraße gemeldet worden. Dort habe sich auch am direkt am Anfang ein Bus verirrt, obwohl der ÖPNV sowie sämtliche Rettungsdienste extra Wege nutzen dürfen. "Der Fahrer hat sich vertan", so ein Mitarbeiter des Buszentrums Gerresheim, "er hat den Plan falsch gelesen und ist ausversehen in die Straße gefahren. Gott sei Dank ist nichts passiert." Und auch für die Feuerwehr Jüchen bedeutet die Baustelle Umdenken! Das heißt, es müssen mehr Zeit und vor allem mehr Einsatzkräfte eingeplant werden. "Wir alarmieren für einen Einsatz jetzt immer zwei Einheiten", berichtet Feuerwehrleiter Heinz-Dieter Abels, "und die Einheiten, die von Gierath nach beispielsweise Otzenrath fahren, nutzen jetzt die Autobahn statt innerorts zu fahren." Bereits zu Beginn wurden die Einheiten von Abels mit der Baustelle konfrontiert.

FOTO: Alina Gries

 "Die Baustelle war gerade geöffnet, da bekamen wir die Alarmierung wegen einer Notfalltüröffnung von der Heinrich-Lersch-Straße," so Abels, "wir haben den ausgewiesenen Feldweg genutzt und wurden von einem Fahrzeug behindert." Deshalb würde nun, im Rahmen der Baustelle ein Fahrzeug der Feuerwehr vorfahren, um den Weg für die Großwagen freizumachen. Der Kontakt zu "Straßen.NRW" sei aber sehr eng, sodass neue Pläne immer rechtzeitig berücksichtigt werden können. "Vor allem der letzte Bauabschnitt, zwischen dem Kreisverkehr am Auenfeld und der Robert-Bosch-Straße, wird ein Nadelöhr", meint der Feuerwehrleiter, "da sind aber die Überlegungen den Kreisverkehr einseitig für eine Rettungsgasse befahrbar zu machen." Und auch Bürgermeister Harald Zillikens ist als Hochneukirchener von der Baustelle massiv zu seinem Arbeitsweg ins Rathaus beeinträchtigt. Doch für den leidenschaftlichen Sportler stellt das kein Hindernis dar. "Ich fahre mit dem Fahrrad", sagt er. Dafür übt er vermutlich schon für die zweite Teilnahme der Gemeinde an der Aktion "Stadtradeln", die bald wieder stattfinden wird. 

(Kurier-Verlag)