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Joachim Schröder tritt in die Fußstapfen von Schippschak

Joachim Schröder tritt in die Fußstapfen von Schippschak
Detlef Schippschak (links) begrüßt seinen Nachfolger Joachim Schröder. FOTO: Foto: Christos Pasvantis
Aldenhoven. Auf ihrer Generalversammlung hat die „St. Sebastianus“-Schützenbruderschaft Aldenhoven einen neuen Präsidenten gewählt: Joachim Schröder folgt auf Detlef Schippschak. Stellvertretender Präsident wird Anton Böhmer, der das Amt von Sebastian Schippschak übernimmt. Joachim Schröder ist 51 Jahre alt, kommt aus Glehn und ist seit 2003 Mitglied der „St. Sebastianus“-Schützenbruderschaft Aldenhoven, in der er keinem Zug angehört. Als er 2002 Königsadjutant von Anton Böhmer wurde, fasste er den Entschluss, der Bruderschaft beizutreten: „Ich war schon immer sehr gerne in Aldenhoven zu Gast und wollte dann einfach mitmachen.“ Der Glehner, der in seinem Heimatdorf ebenfalls Schütze und Leiter des Heimatvereins ist, ist Küster des Nikolausklosters. Dass er bei der Suche nach einem Nachfolger für Detlef Schippschak in Betracht gezogen wurde, habe ihn selber überrascht: „Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, als ich angesprochen wurde und gefragt wurde, ob ich mir das Amt des Präsidenten vorstellen könnte. Ich musste ein paar Tage darüber nachdenken, habe dann aber gemerkt, dass ich richtig Lust darauf habe. Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe, auch wenn ich natürlich in sehr große Fußstapfen trete.“ Schröder folgt damit auf Detlef Schippschak, der bereits im Vorjahr angekündigt hatte, sein Amt nach neun Jahren als Präsident und zuvor neun Jahre als Geschäftsführer, somit also 18 Jahren intensiver Vorstandsarbeit, bei der Generalversammlung zur Verfügung zu stellen. „Ich bin sehr froh, dass wir einen geeigneten Nachfolger gefunden haben. Joachim ist meiner Meinung nach genau der richtige Mann für diesen Posten, ihm wünsche ich alles Gute“, sagt Schippschak. Er ist Mitglied des Jägerzugs Heideröslein und Schützenkönig von 2009 mit seiner Ehefrau Sabine, freut sich darauf, das Schützenfest künftig wieder ohne Verpflichtungen genießen zu können. Dass er die Bruderschaft über Jahre hinweg geprägt hat wie kaum ein anderer zuvor, zeigte auch die Tatsache, dass die Schützen ihn noch am Abend seines emotionalen Abtritts einstimmig zum Ehrenpräsidenten wählten – vorgeschlagen hatte dies Oberst Franz-Werner Clahsen. Schippschak ist seit 25 Jahren Mitglied der Bruderschaft, zeichnete sich stets durch Kompetenz und Innovationsgeist aus, unter seiner Leitung brachte sich die Bruderschaft zu Beginn des neuen Jahrtausends in eine ausgezeichnete Lage. So zeichnete er unter anderem für den Bau und die Gestaltung des Schützenbaums und -platzes sowie die Übernahme des Bürgerhauses (Alte Schule) durch die Bruderschaft verantwortlich. Gerade die Alte Schule, die wieder in einen tollen Zustand gebracht wurde, ist heute als Dreh- und Angelpunkt der Bruderschaft nicht mehr wegzudenken. Er führte 2002 den monatlichen Seniorenkaffee genauso ein, wie den monatlichen Dämmerschoppen. Er widmete seine ganze Kraft und Freizeit der Bruderschaft, führte sie souverän durch alle Versammlungen und Veranstaltung und präsentierte Aldenhoven auch außerhalb. Während der Großteil des restlichen Vorstands in seinem Amt bestätigt wurde, gab es noch zwei Veränderungen: Sebastian Schippschak, bislang stellvertretender Präsident, ist nun Beisitzer, auf ihn folgt Anton Böhmer. Böhmer wird beim Schützenfest in diesem Jahr zum dritten Mal zum Schützenkönig und damit zum Kaiser gekrönt werden. Neu im Vorstand ist als Beisitzer auch Tobias Daumen. Von Alina Gries
(Kurier-Verlag)