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Erste Rhododendron-Zucht nach Fürstin Cecilie benannt
Simeon Graf Wolff Metternich wird Taufpate

Simeon Graf Wolff Metternich wird Taufpate
FOTO: Alina Gries
Schloss Dyck. "Es ist mir eine große Freude im Namen meiner Großmutter, Fürstin Cecilie, die sich sehr für den Park eingesetzt hat, die Rhododendron zu taufen und sie damit hier zu verewigen", meint Simeon Graf Wolff Metternich. Damit wurde das erste Exemplar der Rhododendron-Neuzüchtung der "Baumschule Bruns" gepflanzt. Von Alina Gries

"Ich habe selber meine Gärtner-Ausbildung bei einem Rhododendron-Züchter gemacht", leitet Jens Spanjer, Vorstand der Stiftung Schloss Dyck, die Taufe der neuen Pflanze im Schlosspark ein, "mein Ausbilder hat immer gesagt, wenn ich fertig bin, kann ich 500 unterschiedliche Rhododendron-Sorten nur am Blatt erkennen." 
Und eben diese Leidenschaft zum Garten teilte er mit Fürstin Cecilie. "Sie hat sehr viel Baumschulen besucht, auch in England", so Spanjer weiter, "und den Garten hat sie bis zum Schluss intensiv gepflegt." Die Kooperation zur "Baumschule Bruns" ist durch Parkleiter Berthold Holzhöfer entstanden: "Jan Dieter Bruns (Anmerkung der Redaktion: Besitzer der Baumschule) und ich sind bei einer Preisverleihung vor anderthalb Jahren durch den Park spaziert und haben uns über eine Züchtung unterhalten." Und gerade was das Thema "Rhododendron" angeht, ist Bruns der richtige Ansprechpartner. "Wir beschäftigen uns schon sehr lange mit der Zucht", so Jan Dieter Bruns, "vor 200 Jahren ist die Pflanze aus dem asiatischen Bereich nach England gekommen und später auch nach Deutschland." Für Taufpate und Urenkel der Fürstin, Simeon Graf Wolff Metternich ist nicht nur der Tag sondern auch die Pflanze etwas ganz besonderes.
 "Es ist ein ganz prachtvolles Erinnerungsstück", so der Graf. Für Schloss Dyck und Jens Spanjer ist die Taufe der Rhododendron die erste in dieser Art. Fürstin Cecilie heiratete Fürst Franz Joseph zu Salm-Reifferscheid-Krautheim und Dyck im Jahre 1930. Schloss Dyck galt für das Ehepaar als Sommersitz, welchen sie während und nach dem zweiten Weltkrieg nicht mehr besuchten. Erst nach dem Tod ihres Ehemannes wurde Schloss Dyck wieder zum Stammhaus von Fürstin Cecilie und die Parkanlage für Besucher öffentlich zugänglich. "Eine solche Taufe verfolgen wir auch für andere Jubiläen", verrät Holzhöfer, "und es wird so was auch geben, auch für andere Pflanzen."