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Wohnen am Gillbach? Warten bis Mitte 2019

Eckum. Die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft – und das zusammen mit der Stadt Bedburg – ist ein weiteres Ziel, das Bürgermeister Martin Mertens für sich und die Gemeinde Rommerskirchen gesetzt hat. „Es gibt eine Warteliste für halbwegs preiswerten Wohnraum“, erklärt er gegenüber der Presse. Aktuell führe er in dieser Liste 25 Personen. Von Gerhard Müller

Junge Familien, Alleinerziehende, ein Staplerfahrer, ein Bäckerei-Ausfahrer, ein junger Polizist – sie alle suchten Wohnungen in Rommerskirchen. Und es gebe immer mehr Unternehmer, die sich enttäuscht an die Gemeinde wenden würden: „Unsere Mitarbeiter finden keine Wohnungen mehr“.

Die Gemeinde habe in der Vergangenheit durchaus leerstehende Häuser gekauft, diese hergerichtet und dann vermietet. „Das ist aber eigentlich nicht Aufgabe der Gemeinde“, so Mertens. Und es sei aus finanztechnischen und personellen Gründen schwierig.

Denn zum einen könne die Gemeinde den wirklichen Aufwand nur bedingt abrechnen, zum anderen habe sie zum Beispiel eigentlich keine Hausmeister in ihren Diensten.

Das ließe sich durch das Konstrukt der Wohnungsbaugesellschaft besser handhaben. Und die Gesellschaft dürfte auch mit dezenten Gewinnen abrechnen, die dann natürlich wieder investiert werden könnten.

„Wir haben durchaus baureife Grundstücke“, betont Mertens. Bevor es aber richtig losgehen kann, ist noch einiges an bürokratischer Vorarbeit zu leisten. „Mitte 2019“ könnten die ersten Wohnungen aber fertig sein.

Auf zehn Jahre gerechnet sollen dann in Rommerskirchen 400 Wohnungen entstehen, informiert der Verwaltungs-Chef vor. Gleichzeitig beruhigt er aber: Es sei nicht an sozialen Wohnungsbau, nicht an Plattenbauten oder an „Trabantenstädte“ gedacht. Vielmehr sollten die Häuser mit vier bis sechs Parteien ins Bild der Gillbach-Gemeinde eingepasst werden.

Gerne würde Mertens auch noch andere Gemeinden als Partner mit ins Boot holen. Jüchen zum Beispiel. Mit Amtskollegen Harald Zillikens gebe es eh eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, so Mertens.

Derzeit könne allerdings wenig für die Menschen auf der Warteliste getan werden, seufzt Mertens. Und einige hätten auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum Rommerskirchen schon den Rücken gekehrt ...

-gpm.

(Kurier-Verlag)