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Mit der „Fortuna“ in Jugend- Bundesliga aufgestiegen

Mit der „Fortuna“ in Jugend- Bundesliga aufgestiegen
Hasan Akcakaya ist ein großes Fußball-Talent und eifert seinem Vater nach. FOTO: Fotos: privat
Grevenbroich. Frimmersdorf, Neurath, SC Kapellen, „Viktoria“ Köln und in der kommenden Saison kickt Hasan Akcakaya mit „Fortuna“ Köln in der Bundesliga. Der 18-Jährige gilt bereits jetzt als eines der jungen Talente in seinem Verein. Von Gerhard Müller

„Fußball ist für mich mehr als nur ein Spiel: Ein Leben ohne Fußball ist für mich unvorstellbar“, so der 18- Jährige.

Schon als Hasan Akcakaya noch sehr jung war, bemerkte sein Vater das vorhandene Fußball-Talent. So meldete er ihn mit vier Jahren bei der SG Frimmersdorf/Neurath an. Vater Süleyman Akcakaya selbst war ein großartiger Fußballer und kickte damals in jungen Jahren in der Jugend von „Fortuna“ Düsseldorf.

Zudem spielte er in der Nationalmannschaft für Gehörlose – dabei gewann er etliche Trophäen. Anschließend spielte er als Profi mit dem Rheydter SV in der dritten Liga.

„Ich hatte viele Erfolge erleben dürfen, aber jetzt ist mein Sohn dran und ich habe hohe Erwartungen. Hasan arbeitet sehr hart und will immer besser werden und manchmal steht er morgens sehr früh auf und geht laufen, genauso wie ich damals. Wie sagt man so schön: wie der Vater so der Sohn“, erzählt stolz Süleyman Akcakaya im Gespräch mit dem Erft-Kurier.

Hasan Akcakaya bemerkte früh, dass er die Mannschaft wechseln musste, da er sich das Ziel gesetzt hat, irgendwann einmal ein großer Fußballer zu werden – genauso wie sein Vater.

Nach seinem Wechsel nach Kapellen spielte er eine überragende Saison, da er viele Treffer für seine Mannschaft erzielte. Dort entwickelte er sich sehr stark und überraschte die Trainer jedes Mal aufs Neue.

„Ich habe einfach gemerkt, dass ich einen größeren Verein brauche und war immer gespannt auf neue Herausforderungen“. Deshalb ging es für ihn dann auch zu „Viktoria“ Köln. Dort spielte er in der Mittelrheinliga und wurde Torschützenkönig.

Obwohl er in einer guten Form war, musste er den Verein schon wieder wechseln. Der Grund: kleine Streitigkeiten mit dem Trainer. „Zu dem Zeitpunkt hatte ich einfach das Gefühl, dass ich mit dem Trainer nicht zurechtkam. Ich war der Meinung, dass er oft falsche Entscheidungen getroffen hat“, meint der U19-Spieler gegenüber der Redaktion des Erft-Kurier.

So führte der Weg den talentierten Fußballer nach „Fortuna“ Köln. Dort spielte er ebenfalls eine überragende Saison und stieg in mit seiner Mannschaft in die entsprechende Bundesliga auf.

Jetzt ist Hasan Akcakaya in bester Form und ebenfalls einer der besten Spieler seines Teams. Damit hat er seinem alten Trainer aus „Viktoria“ Köln, welcher mit seiner Mannschaft abgestiegen ist, ganz deutlich bewiesen, was für ein sensationeller Spieler er ist.

Hasan Akcakaya ist ein technisch talentierter Fußballer und wegen seiner „Tempo-Dribblings“ auch ein bekannter Spieler im Mittelfeld auf den Außenpositionen.

„Ein Wechsel ist für mich momentan unvorstellbar, da ich keinen Grund sehe zu wechseln und ebenso habe ich das vollste Vertrauen der Trainer“, so der Youngstar.

Die Familie stand immer hinter ihm, die Schule stand jedoch für seine Familie immer im Vordergrund. „Ohne meinen Bruder Rohat Akcakaya, wäre das Ganze nicht möglich, da er mir immer sehr viel geholfen hat und ebenfalls dafür gesorgt hat, dass ich in jeder Mannschaft gut untergebracht wurde. Ich spiele Fußball, den Rest regelt er“, so der U-19 Bundesligist im Interview.

Er war Schüler am Pascal-Gymnasium und schaffte dort sein Fachabitur. Sein großes Ziel ist es in der Bundesliga mit den Profis zu kicken und einen Platz in der Nationalmannschaft zu erhalten, was für ihn sehr realistisch klingt.

Der U19-Spieler denkt positiv und freut sich auf neue Herausforderungen und erst recht auf die kommende Saison, wo er in der Junioren-Bundesliga kicken wird.

Rasa Cigerli

(Kurier-Verlag)