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B59: Die Baustelle beginnt

B59: Die Baustelle beginnt
Der erste Bauabschnitt ist am Autozentrum. FOTO: Foto: Alina Gries
Jüchen. Binnen fünf Tagen ist es soweit: Der erste Bauabschnitt für die B59 beginnt. Was auf die Anwohner zukommt und wie sie der Katastrophen-Baustelle entgehen können wurde im Verkehrs- und Umweltausschuss diskutiert. Von Alina Gries

„Die Baustelle verläuft vom Kreisverkehr an der Hamscher Straße im Westen von Jüchen bis zur Robert-Bosch-Straße im Osten“, erklärt Klaus Dahmen von „Straßen.NRW“ den Verlauf der ganzjährigen Wanderbaustelle der B59. Insgesamt gibt es zehn Bauabschnitte, die bereits mit den Einsatzkräften der Feuerwehr, Polizei und dem Rettungsdienst sowie dem ÖPNV abgeklärt sind. „Die erste Sperrung beginnt am 29. Mai von der Hamscher Straße bis zur Einmündung an der Riekestraße“, erklärt Dahmen, „nach etwa zwei bis drei Wochen beginnt der nächste Bauabschnitt von der Riekestraße bis zum ,Centershop’. Dieser wird etwa ab Mitte Juni für zwei bis drei Wochen eingeführt. Ab Anfang/Mitte Juli startet dann für etwa eine Woche der dritte Bauabschnitt von ,Centershop’ bis zum Physiotherapiezentrum ,Frijters’ und die vierte Sperrung verläuft ab Mitte/Ende Juli für etwa acht Wochen von ,Frijters’ bis zum Jüchener Markt.“ Wie die weiteren Bauabschnitte aussehen werden, wird dann am 11. Juli bei der Verkehrsbesprechung geplant werden. „Ich kann allerdings nicht versprechen, dass innerhalb eines Bauabschnittes die Garagen genutzt werden können“, meint Dahmen weiter, „die Betroffenen bitte ich daher in die Sprechstunde zu kommen, damit wir mit dem Bauamt über die weitere Vorgehensweise sprechen können.“ Die Sprechstunden finden im Bürgerbüro an der Alleestraße 11 in Jüchen immer dienstags von 10 bis 12 Uhr und im ersten Monat zusätzlich donnerstags von 15 bis 17 Uhr statt. Der Asphalt sei mit Geräusche-Minderungspotenzial versehen. „Das bedeutet, dass die Oberfläche geschlossen ist und sich die Poren nicht zusetzen können“, deutet Dahmen. Die Umleitung während der ersten vier Bauabschnitte erfolge über Wey. „Viele wissen, dass das umständlich ist. Umleitungen über beispielsweise Kelzenberg dürfen wir aber nicht offiziell ausweisen, wegen der schlechten Sichtverhältnisse“, so Dahmen. Auf der Autobahn werde schon früh genug mit Schildern auf die Baustelle der B59 hingewiesen, sodass Autofahrer direkt reagieren können. „Vor Gierath endet die Hinweistafel und zeigt Ziele der jeweiligen Straßenführungen“, sagt Klaus Dahmen. Dies wurde im Verkehrs- und Umweltausschuss stark diskutiert, da eine Problematik hinsichtlich des abfließenden Verkehrs über Gierath befürchtet wird. „Wenn die Verkehrsführung zu Problemen führt, dann wird gegebenenfalls überlegt, ein Halteverbot in Gierath einzuführen“, sagt Dahmen. Und auch Bürgermeister Harald Zillikens will die Verkehrsführung in Jüchen beobachten. „Wir sehen erst einmal, wie das bis zum Kreisel funktioniert und werden möglicherweise dann bei den nächsten Bauabschnitten die Einbahnstraße an der Stadionstraße für diesen Zeitraum aufheben“, überlegt er. Mit der Baustelle der B59 würden über 40 Hausanschlüsse erneuert werden und zusätzlich der barrierefreie Umbau von acht Busbuchten in der Ortsdurchfahrt mit einer Anpassung des Bordsteins. Die B59 müsse aufgrund von Rissen in der Fahrbahn-Oberfläche, abgesackter Kanäle und der unverbundenen unteren Asphaltschichten erneuert werden. Die Baustelle nehme einen Zeitraum von etwa 15 Monaten in Anspruch.

-agr.

(Kurier-Verlag)