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Förderprogramm für schnelles Internet an "weißen Flecken"

Förderprogramm für schnelles Internet an "weißen Flecken"
FOTO: Alina Gries
Jüchen. "Ein schneller Internetanschluss ist heute ein Muss", meint Bürgermeister Harald Zillikens, "nur die Kommune, die eine moderne digitale Infrastruktur besitzt ist auch attraktiv für Familien und Unternehmen." Und da habe die Gemeinde derzeit keine Probleme. Von Alina Gries

Rund zehn Kilometer Glasfaser werden derzeit in der Gemeinde verlegt. Dazu werden 18 neue Verteiler aufgestellt, um insgesamt 3.160 Haushalte ab Ende November mit schnellerem Internet zu versorgen. Etwa vier Wochen werden die Bauarbeiten nach Einschätzungen noch andauern.

"Wir halten die Beeinträchtigungen für die Anwohner so gering wie möglich", verspricht Simon Pohlen, Regio Manager der Telekom Deutschland, "wir gehen immer in überschaubaren Bauabschnitten voran." Derzeit wird in Garzweiler am Markt gegraben, dann seien die große Baustellen so weit durch. Damit würden die Ortschaften Kelzenberg, Schaan, Garzweiler, Jüchen und alle weitere Gebiete mit der Vorwahl 02165 nach Bedburdyck und Otzenrath auch endlich Glasfaser erhalten. "Wenn für ein einzelnes Gehöft die Leitung zu lang ist, profitieren sie trotzdem, nur eben nicht mit der vollen Leistung", meint Pohlen. Dazu beteilige sich die Gemeinde derzeit an einem Förderungsprogramm des Rhein-Kreises.

Dabei sollen die sogenannten "weißen Flecken" hinsichtlich des Glasfaserausbaus in der Gemeinde, wie in Kamphausen Dürselen und der südöstliche Bereich von Hochneukirch, ebenfalls berücksichtigt werden. "Wir haben eine kreisweite Bündelung vorgenommen, sonst wäre ein Zuschlag nicht möglich", so Zillikens, "nur dann sind wir eine kritische Masse." Als "weiße Flecken" würden diejenigen bezeichnet werden, die weniger als 30 Megabit pro Sekunde erhalten. "Wir haben uns mit allen acht Kreisgebieten abgestimmt und uns erfolgreich für das Bundesförderungsprogramm beworben", berichtet Marcus Temburg, Planungsamtsleiter des Rhein-Kreises, "dabei steuert der Bund 50 Prozent der Summe, 40 Prozent das Land Nordrhein-Westfalen und zehn Prozent hat die jeweilige Kommune zu erbringen."

Für Jüchen handle es sich um eine Summe von 240.000 Euro, von der etwa 24.000 Euro von der Gemeinde zu erbringen seien. "In Kürze endet ein Teilnahmewettbewerb, bei dem sich Unternehmen dafür bewerben konnten den Ausbau vorzunehmen", so Temburg, "die Zielsetzung ist dann auf mindestens 50 Megabit pro Sekunde zu gelangen." Dass man mit 30 Megabit pro Sekunde unterversorgt sei und somit als "weißer Fleck" gelte sei von dem Bund beschlossen worden.

Alina Gries

(Kurier-Verlag)