Ehre wem Ehre gebührt BSV Wevelinghoven: Ehrungen, Jubiläen und eine besondere Überraschung für den Regimentsoberst

Eine Woche vor dem Schützen- und Heimatfest stand die Gartenstadt am vergangenen Samstag ganz im Zeichen des traditionellen Ehrenabends. Zahlreiche Schützen, Ehrengäste und Freunde des Vereins kamen ins Festzelt, um langjährige Mitglieder auszuzeichnen, das amtierende Königspaar Tim I. und Johanna Weitz und Regimentsoberst Peter Schrörs zu ehren. Ein besonderer Höhepunkt bildete in diesem Jahr das 75-jährige Bestehen des Edelknabencorps.

Genaraloberst Peter Schrörs.

Foto: BSV Wevelinghoven

Den Auftakt zum Ehrenabend bildete traditionell der Empfang von Oberst und Königspaar im Seniorenstift Haus St. Martinus mit geladenen Gästen. Sowohl der Männergesangverein MGV Cäcilia brachte den Anwesenden ein Ständchen, als auch das Tambourcorps „Frisch Voran“ spielte mit mehreren Musikstücken auf.

Ordensträger Hartmut Becker.

Foto: BSV Wevelinghoven

Um 17.15 Uhr trat das Regiment mit den mittlerweile eingetroffenen Schützen auf dem Klosterweg an, um ins Festzelt auf dem Marktplatz zu marschieren. Kurz nach 18 Uhr eröffnete BSV-Präsident Marcus Odenthal dort den offiziellen Ehrenabend. Er begrüßte das Königspaar Tim I. und Johanna Weitz sowie den Oberst Peter Schrörs und alle anwesenden Gäste und Schützen.

Präsident Marcus Odenthal gab einen Ausblick über den Stand der Vorbereitungen für das Schützen- und Heimatfest.

Odenthal berichtet, dass neun Großfackeln beim traditionellen Fackelzug am Samstagabend des Schützenfestes zu sehen sein werden. Besonderes Augenmerk legte er dabei auf die Fackel der Edelknaben, die zum 75-jährigen Jubiläum eine ganz besondere Fackel präsentieren werden.

Mit dem Hinweis auf das Jubiläum der Edelknaben ging zugleich ein personeller Wechsel in der Betreuung der Edelknaben einher. Anja Dönni, Ursel Fücker und Monika Drees wurden nach langjährigem Engagement als Betreuerinnen verabschiedet. Unter großem Beifall dankten die anwesenden Schützen ihnen für ihren Einsatz und die wertvolle Zeit.

Mit Gabi Rosenberger und Michael Trottnow wurden zugleich die neuen Betreuer vorgestellt. Beide kommen aus dem Kreis der Eltern der derzeitigen Edelknaben und übernehmen damit Verantwortung für die nächste Generation im Edelknabencorps der Gartenstadt.

Zum 75-jährigen Jubiläum präsentierte das Edelknabencorps außerdem sein neues Logo, dass von Jägermajor Nikolai Dohlen entworfen wurde. Darüber hinaus wurden eigens zum Jubiläum angefertigte Pins vorgestellt. Diese wurden von Prof. Dr. Manfred Esser gestiftet, der dem Edelknabencorps seit vielen Jahren eng verbunden ist. Die ersten Pins wurden bereits beim Ehrenabend verkauft.

Präsident Marcus Odenthal und Vizepräsident Dennis Schlösser kamen zum nächsten Programmpunkt des Abends: die Auszeichnung verdienter Mitglieder des BSV Mitglieder, die dem Bürger-Schützen-Verein seit 25, 40, 50 und sogar 60 Jahren die Treue halten.

Die große Zahl langjähriger Mitglieder machte dabei einmal mehr deutlich, dass die Geschichte des BSV nicht allein aus großen Festen und öffentlichen Veranstaltungen besteht, sondern vor allem aus Menschen, die den Verein über Jahrzehnte tragen und gestalten.
Ganz besonders sind hier die Jubilare zu nennen, die seit 60 Jahren im Schützenwesen verwurzelt sind:
- Rolf Heinze vom Tambourcorps Wevelinghoven
- Helmut Landen vom Jägerzug „St. Hubertusschützen“
- Peter Aldenhoff vom Scheibenschützenzug „Erftjunker“ und
- Herbert Ahrweiler vom Grenadierzug „Pfarr Cäcilia“
Ihnen allen sprach Präsident Marcus Odenthal seinen ganz besonderen Dank aus. Mit tosendem Applaus wurden die vier Jubilare von der Bühne geleitet.

Vizepräsident Dennis Schlösser übernahm die Laudatio auf König Tim I. Weitz und seine Königin Johanna. In einer von zahlreichen persönlichen Erinnerungen und Anekdoten geprägten Ansprache würdigte Schlösser das Königspaar aus dem Jägerzug „Ever Jrön“ und blickte auf ein bisher ereignisreiches Königsjahr zurück, das nun beim Schützen- und Heimatfest den Höhepunkt findet.

Anschließend war es an S.M. Tim I. und Johanna, selbst zehn verdiente Wegbegleiter ihres Königsjahres auszuzeichnen.
Für einen der emotionalsten Augenblicke sorgte dabei zunächst Sohn Toni Weitz. Er durfte einen Orden an Dr. Helmut Hauser überreichen. Damit der junge Ordensverleiher sein großes Gegenüber auch erreichen konnte, ging Hauser vor ihm auf beide Knie und nahm den Orden entgegen – eine ebenso spontane wie emotionale Geste, die bei den Gästen großen Anklang fand.

Nach der Königsehrung rückte Regimentsoberst Peter Schrörs in den Mittelpunkt.

Für seine Ehrung hatte sich Laudator Cedric Engels in diesem Jahr etwas Besonderes einfallen lassen. Statt einer klassischen Laudatio wurde die Bühne kurzerhand zu einem Podcast-Set umgebaut. In einem Gespräch zwischen Engels und Schrörs entstand so eine ebenso persönliche wie ungewöhnliche Rückschau auf den Oberst und sein Amt.

Doch damit war die Ehrung für Peter Schrörs noch nicht beendet. König Tim I. Weitz hatte für den Regimentsoberst eine Überraschung vorbereitet. Vor dem versammelten Regiment beförderte die Majestät Peter Schrörs zum Generaloberst. Sichtlich gerührt und mit Tränen in den Augen nahm Schrörs die Ernennung entgegen. Die Reaktion im Festzelt machte deutlich, welche Anerkennung seine Arbeit an der Spitze des Wevelinghovener Regiments genießt.

Im Anschluss übernahm nunmehr der frisch beförderte Generaloberst selbst wieder die Aufgabe des Auszeichnenden und verlieh die Regimentsorden des BSV. Auch die Marianische Schützenbruderschaft spielte an diesem Abend eine besondere Rolle. Die in diesem Jahr wiederbelebte Gemeinschaft erhielt im Rahmen des Ehrenabends ihre Urkunde. Damit wurde die Wiederaufnahme dieser historischen Wevelinghovener Schützentradition auch offiziell im Kreis des BSV gewürdigt. Zum Ende des offiziellen Programms stand noch eine der bedeutendsten persönlichen Ehrungen des Abends an: die Verleihung des persönlichen Oberstordens. Generaloberst Peter Schrörs zeichnete damit Hartmut Becker vom Jägerzug „Alte Eiche“ für dessen besonderes und kontinuierliches Engagement für den Verein aus. Peter Schrörs bedankte sich bei Hartmut Becker damit für seinen unverzichtbaren Einsatz als Fackelbaubeauftragter, als Organisator in allen Bereichen und für seine Loyalität dem BSV gegenüber.

Hartmut Becker konnte es zunächst nicht glauben, dass ihm diese höchste Würde zuteil wurde, und er nahm den persönlichen Orden des Generaloberst noch leicht kopfschüttelnd entgegen. Den traditionellen Schlusspunkt des offiziellen Teils bildeten schließlich die Ehrentänze des Regimentsobersts und des Königspaares. Danach übernahm „Good Vibes“ endgültig die musikalische Regie im Festzelt und aus dem offiziellen Ehrenabend wurde ein geselliger Schützenabend.

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