Seit 44 Jahren gehört der 61-Jährige dem Bürgerschützenverein Gierath-Gubberath an. Seine Laufbahn begann bei den Jungschützen, führte ihn als Gründungsmitglied des Reitercorps hin zu seiner Artillerie, wo er nun bereits seit 2013 seine Heimat hat. „Jetzt den Schützenkönig zu machen, ist natürlich noch einmal etwas ganz Besonderes, nach all den Jahren“, erklärt der kommende König des Doppeldorfes und gibt zu: „Ein bisschen Nervosität ist da schon mit dabei.“
Dass Markus Bansemer überhaupt auf den Königsvogel anlegte, war nicht geplant. Als jedoch die Gefahr bestand, dass der Thron unbesetzt bleiben könnte, fasste er sich ein Herz. Sein Entschluss stand unter einem Gedanken, den er immer wieder betonte: „Für Dorf und Tradition.“ Denn das Schützenwesen begleitet ihn seit mehr als vier Jahrzehnten – und für ihn war klar, dass Gierath und Gubberath auch 2026 einen Schützenkönig haben sollte.
Bevor ihm die Königskette übergeben wird, richtet sich der Blick jedoch noch einmal auf Aiko und Melanie. Das scheidende Königspaar hat den Verein mit Herzlichkeit, Freude und großer Nähe zu den Menschen repräsentiert. Es waren nicht allein die offiziellen Termine, die ihre Regentschaft geprägt haben, sondern vor allem das „wie“ sie die Königswürde gelebt haben.
Präsident Markus Schmitz findet dafür persönliche Worte: „Aiko und Melanie haben dem Königsspiel auf ihre ganz eigene, sympathische Weise ein Gesicht gegeben. Sie waren nicht nur bei den großen Veranstaltungen präsent, sondern immer mittendrin. Für ihren Einsatz, ihre Herzlichkeit und die vielen schönen Momente möchten wir ihnen sehr herzlich danken. Sie haben sich um unseren Verein verdient gemacht.“
Mit Markus Bansemer folgt nun ein König, der auf viel Erfahrung zurückgreifen kann. Königliche Luft hat er bereits über mehrere Jahre an der Seite von Markus und Erika Schroeder geschnuppert, die pandemiebedingt etwas länger als geplant an der Spitze des Regiments standen. Die beiden werden dem neuen König nun als Adjutantenpaar zur Seite stehen.
Eine klassische Königin wird es an seiner Seite allerdings nicht geben. Markus Bansemer tritt die Regentschaft ohne Königin an – und macht aus dieser Besonderheit kein Problem, sondern einen eigenen Weg. „Die Hofdamen werden dadurch stärker in den Mittelpunkt rücken“, kündigt Bansemer an und kann sich darauf verlassen, dass Adjutantenpaar und seine Artillerie ihm den Rücken freihalten.
Auch darauf blickt Präsident Markus Schmitz mit großer Vorfreude: „Markus hat Verantwortung übernommen, als sie gebraucht wurde. Das verdient unseren Respekt. Er ist seit 44 Jahren ein Teil dieses Vereins und kennt das Schützenleben aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Natürlich ist ein König ohne Königin für uns etwas Besonderes. Aber Markus wird ganz sicher nicht allein auf dem Thron stehen. Seine Artillerie, sein Adjutantenpaar, die Hofdamen und das gesamte Regiment werden ihn begleiten. Ich freue mich auf ein Königsjahr, das vielleicht nicht jedem gewohnten Bild entspricht, dafür aber umso besser zu unserer Gemeinschaft passt.“
Vier Tage Schützenfest im Doppeldorf
Vom 14. bis 17. August lädt der Bürgerschützenverein Gierath-Gubberath wieder zum Schützenfest ein. Im Mittelpunkt steht die Krönung von Markus Bansemer, der am Freitagabend als S. M. Markus II. die Königskette übernimmt. Gemeinsam mit dem gesamten Regiment, den beiden Dörfern und hoffentlich vielen Gästen aus nah und fern soll dieser Thronwechsel gebührend gefeiert werden. DJ Martin sorgt dabei für die richtige Feierstimmung.
Zunächst jedoch findet die letzte Parade zu Ehren des scheidenden Königspaares statt. Aiko I. und Melanie Liedmann können noch einmal Abschied von ihrer Regentschaft nehmen und die letzten Augenblicke in vollen Zügen genießen. Markus Bansemer wird dann bereits an ihrer Seite stehen. Nach Festzug (ab 18 Uhr) und Parade eröffnet der Krönungsball am Freitagabend (20 Uhr) das Festwochenende. Am Samstag folgen der Festgottesdienst (18 Uhr), der Zug durch die Straßen (ab 18.30 Uhr) und der Regimentsball mit der Band „Teamwork“ (20 Uhr) – als Highlight für die Feierwilligen aus Nah und Fern.
Der Sonntag gehört mit der Feierstunde am Ehrenmal (10.00 Uhr), dem Frühschoppen und dem großen Festzug durch Gierath und Gubberath (14.30 Uhr) traditionell dem gesamten Regiment und seinen Gästen. Sowohl in Gubberath als auch in Gierath werden dann die Paraden zu Ehren des neuen Königs, Markus II., gehalten. Beim anschließenden Ehrenball (18 Uhr) darf bis in den Abend mit DJ Torben weitergefeiert werden.
Die Klompenparade (14 Uhr) bleibt der gesellige Familientag zum Abschluss, soll diesmal aber noch einmal zu einer richtigen Schützenfestparty werden. Deshalb spielt nach längerer Zeit erstmals wieder eine Liveband am Montag. „Klangstadt“ begleitet den Klompenball ab 15 Uhr und sorgt dafür, dass das Fest nicht langsam ausklingt, sondern noch einmal gemeinsam, ausgelassen und musikalisch seinen Höhepunkt findet.
„Der Bürgerschützenverein freut sich auf vier Tage voller Musik, Begegnungen, Tradition und Lebensfreude – mit den Menschen aus Gierath und Gubberath ebenso wie mit allen Freunden, Nachbarn und Besuchern, die von nah und fern mitfeiern möchten. Vier Tage, zwei Dörfer, ein Fest“, gibt Präsident Markus Schmitz das Motto aus.