Mutmaßlicher Anschlagsversuch auf ein Umspannwerk „Es zeigt sich eine Anfälligkeit in der infrastrukturellen Grundversorgung“

Rommerskirchen · Am Donnerstag-Abend wurde ein mutmaßlicher Anschlagsversuch auf das Umspannwerk in Gohr aufgedeckt und verhindert. Das Umspannwerk Gohr liegt auf der Gemeindegrenze und gehört zu 50 Prozent zu Rommerskirchen (Widdeshoven).

Symbolbild.

Foto: Kurier-Verlag/Thomas Broich

Dort waren zwischen Hoeningen und dem Umspannwerk auffällige Objekte, mutmaßliche Abschussvorrichtungen für Kupferkabel, die für Kurzschlüsse sorgen sollten, entdeckt worden. Wie im Fall des Umspannwerkes Rommerskirchen wurden die Gegenstände auch hier in unmittelbarer Nähe eines Maisfelds gefunden. Heute Morgen waren Kräfte der Polizei noch vor Ort im Einsatz, sammelten Spuren und Hinweise.

Bürgermeister Mertens: „Das Umspannwerk Rommerskirchen und das Umspannwerk Gohr (Dormagen), die beide in dieser Woche Anschlagsziele wurden, bilden eine Achse direkt durch die Gemeinde Rommerskirchen und sind elementar für die Stromversorgung der Gemeinde und der Region.“ Es zeige sich eine gewisse Anfälligkeit in der infrastrukturellen Grundversorgung. Hier sei die Politik gemeinsam mit RWE und „Amprion“ gefordert, Schutz vor Anschlägen mit in die Konzepte aufzunehmen.