Auf Tuchfühlung mit den Großen Deelener Golfer mischt beim Bastian-Schweinsteiger-Cup mit

Großer Bahnhof beim dritten Bastian-Schweinsteiger-Cup in Bad Griesbach: Das „Who is Who“ hauptsächlich aus der Welt des Profi-Fußballs wechselte hier Stollenschuhe gegen Golfschläger.

Lothar Gross auf dem Fairway.

Foto: pedagrafie

Knapp 300 Golferinnen und Golfer hatten das Turnier auf dem Beckenbauer, dem Porsche Golf Course sowie dem Allfinanz Golfplatz Brunnwies ausgespielt. Darunter waren auch zahlreiche Prominente wie Ex-Skirennläufer Felix Neureuther, FCB-Torwart-Legende Oliver Kahn, Thomas Beckenbauer, der ehemalige DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, der ehemalige Bayernspieler Hansi Dorfner, Fußball-Vize-Weltmeister Marko Rehmer und viele mehr. Unter ihnen allerdings auch ein echtes „Kind aus unserem Dorf“ in Rommerskirchen-Deelen: Ex-Schützenkönig aus Oekoven und Brudermeister der St. Sebastianus Bruderschaft 1925 Oekoven, Lothar Gross, durfte auch mal ran und hat sich im hochkarätigen Starterfeld wacker geschlagen.

Lothar Gross spielt seit drei Jahren Golf und kann dabei herrlich abschalten.

Foto: pedagrafie

Im Gespräch mit dem Erft-Kurier verrät er uns nach dem Turnier, dass er auch Fußball-Legende Bastian Schweinsteiger mit Handschlag begrüßen durfte. „Der ist ganz schön groß, der Jung“, schmunzelt er. „Aber auf jeden Fall ein netter Typ.“ Und wie kommt man dazu, bei so einem großen Golfturnier teilzunehmen? „Nun ja, man wird dazu eingeladen und neben den hochkarätigen Gästen, wird auch immer ein Kontingent an Starterplätzen für uns ‚Normalsterbliche‘ freigehalten und da habe ich mich einfach mal sehr frühzeitig beworben.“

Lothar Gross zusammen mit Fußball-Legende Bastian Schweinsteiger.

Foto: privat

Vom 24. bis 26. Juli ging es dann nach Bad Griesbach ins Quellness & Golf Resort. Gespielt wurde auf drei Plätzen. „Es war von vorne bis hinten ein tolles Event, inklusive Bayrischen Abend und der abschließenden „Players-Night“ inklusive Live-Musik unter anderem mit den Bands „Stressed Out“, die „New City Beats“ sowie die „Impulso Tenors“. „In meiner Handycap-Klasse habe ich es von insgesamt 44 Teilnehmern auf Platz 20 geschafft und in der Gesamtwertung auf Platz 33 von 84 Teilnehmern.“ Das Ergebnis lässt sich somit durchaus sehen - dabei hat Lothar Gross erst recht spät, genauer gesagt vor drei Jahren, mit dem Golfspiel angefangen. „Das war kurz vor meinem 60. Geburtstag als mich mein Sohn und meine Schwiegertochter auf die Idee gebracht haben.“ Seitdem spielt er zwei bis drei Mal die Woche, um in Schwung zu bleiben und sich eine Auszeit vom Alltagstrott zu nehmen. Auch Urlaube werden zum Teil nach den schönsten Golf-Spots geplant. „2023 haben wir unsere Ferien in Bayern verbracht und da habe ich meine Golfschläger selbstverständlich mit eingepackt. Gespielt wurde dann auf dem Golfplatz am Obersalzberg mit einer traumhaften Kulisse. In Langeoog war es dahin gehend natürlich landschaftlich sehr flach, aber der Wind erwies sich beim Abschlag als eine echte Herausforderung.“

Gerne wünscht sich Lothar Gross auch in seinem Heimatort einen kleinen Golfplatz für Kinder - vielleicht auch nur temporär immer in den großen Ferien. „Platz wäre ja hier auf dem Land genug. Vielleicht findet sich ja ein Landwirt, der uns eine Fläche zur Verfügung stellen könnte.“ An alle, die eher milde lächeln, wenn man das Golfen als Sport betitelt, hat Lothar Gross Folgendes zu sagen: „Es täuscht, wenn man denkt, beim Golfspiel muss man einfach nur mit einem Schläger auf einen Ball zielen. Die Bewegungsabläufe für einen korrekten Abschlag sind schon sehr komplex und die Kilometer, die man auf dem Golfplatz zu Fuß macht, sind auch nicht zu unterschätzen. Außerdem fördert dieser Sport die Konzentration. Beim Golf spielt man immer gegen sich selbst - also auch eine mentale Herausforderung.“

Insgesamt kamen übrigens 180.000 Euro beim dritten Bastian-Schweinsteiger-Cup zusammen. Hans-Dieter Cleven, Mehrheitsgesellschafter des Quellness & Golf Resorts, erhöhte die Summe auf 200.000 Euro. Das Geld fließt nun zu gleichen Teilen an die Franz Beckenbauer- sowie die Oliver Kahn-Stiftung.

Nicole Palmieri