1. Grevenbroich

Rhein-Kreis Neuss: Amtsleiterinnenquote in der Kreisverwaltung steigt

Amtsleiterinnenquote in der Kreisverwaltung jetzt bei 43,5 Prozent : Fünf Frauen übernehmen zuvor mit Männern besetzte Führungspositionen

Gleich fünf Frauen auf einen Schlag haben in jüngerer Zeit beim Rhein-Kreis Neuss und bei der Kreispolizeibehörde zuvor mit Männern besetzte Führungspositionen übernommen. Im Kreisständehaus in Grevenbroich gratulierte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke den neuen weiblichen Führungskräften zum beruflichen Aufstieg: Barbara Albrecht, Leiterin Gesundheitsamt, Sabine Hustedt, Geschäftsführerin Job-Center Rhein-Kreis Neuss, Heidi Fahrenholz, Abteilungsleiterin bei der Polizei, Ines Willmer, Leiterin Amt für Umweltschutz, und Anja Moll, Leiterin Sozialamt.

„Eine auf Gleichberechtigung der Geschlechter basierende Personal- und Organisationspolitik fördert die Arbeitszufriedenheit und das Engagement aller Beschäftigten und ist Voraussetzung für Fairness und Gerechtigkeit“, sagte Landrat Petrauschke bei dem Treffen. Der Verfassungsgrundsatz, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind, präge schon seit vielen Jahren das Denken und Handeln des Kreistags und stehe als Leitsatz über der Arbeits- und Führungskultur in der Kreisverwaltung.

Ergebnis: In der Kreisverwaltung sind aktuell zehn von 23 Amtsleitungen oder damit vergleichbaren Leitungsfunktionen mit Frauen besetzt. Der Frauenanteil auf dieser Führungsebene entspricht 43,5 Prozent und ist somit in den letzten Jahren stetig gestiegen.

„Ich werde mich weiter dafür einsetzen, Arbeitsbedingungen zu schaffen, die Frauen und Männern die Möglichkeit bieten, ihre Potentiale voll auszuschöpfen sowie Beruf und Privatleben gut zu vereinbaren“, so Petrauschke. Dies seien wichtige Eckpfeiler einer gelungenen Personalpolitik.

Der Verwaltungsspitze zur Seite steht dabei seit 1996 die hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte des Rhein-Kreises Neuss. Seit 2008 liegt diese Aufgabe in der Verantwortung von Ulrike Kreuels. Zudem schreibt der Rhein-Kreis Neuss seinen seit 2001 bestehenden Gleichstellungsplan – zu Beginn noch „Frauenförderplan“ – fort.