Stadt Bedburg halbiert KTa-Beiträge ab August Deutliche Entlastung für Familien

Bedburg · Die Stadt Bedburg geht den nächsten großen Schritt zur finanziellen Entlastung von Familien: Der Jugendhilfeausschuss hat sich einstimmig für die von der Verwaltung vorgeschlagene Reduzierung der Elternbeiträge für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege ausgesprochen.

Die Halbierung der KiTa-Beiträge in Bedburg soll Familien spürbar entlasten.

Foto: SBed.

Nun muss der Rat der Stadt Bedburg die Satzungsänderung noch beschließen, damit die Beiträge zum Beginn des KiTa-Jahres 2026/2027 am 1. August um insgesamt rund 51 Prozent gesenkt werden. Grundlage hierfür war ein entsprechender Antrag der SPD-Fraktion.

Für viele Familien in Bedburg bedeutet dieser Beschluss künftig eine spürbare finanzielle Entlastung im Alltag. Monatliche Kosten werden deutlich reduziert, Familienbudgets nachhaltig gestärkt und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter verbessert. Gleichzeitig setzt die Stadt damit ein klares Signal: Familien und Kinder stehen weiterhin im Mittelpunkt der kommunalen Entwicklungspolitik. Perspektivisch verfolgt die Stadt Bedburg zudem das Ziel, die KiTa-Beiträge ab dem KiTa-Jahr 2027/2028 vollständig abzuschaffen.

„Dieser Beschluss ist eine ganz konkrete und spürbare Entlastung für Familien in unserer Stadt. Dank der positiven wirtschaftlichen Entwicklung Bedburgs und der geplanten Ansiedlungen können wir gerade diejenigen finanziell entlasten, die künftig Verantwortung tragen und unsere Stadt weiterentwickeln werden. So kommt die positive Entwicklung unserer Stadt auch direkt bei den Familien an“, freut sich Bürgermeister Sascha Solbach über den wichtigen Meilenstein zur Entlastung der Familien in Bedburg.

Möglich wird dieser Schritt durch die positive wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Bedburg. Insbesondere das neue Gewerbegebiet „BEB61“ mit der geplanten Ansiedlung von „Microsoft“ sowie weiterer Unternehmen bilden die Grundlage dafür, Familien gezielt zu entlasten und gleichzeitig in Bildung und Zukunftschancen von Kindern zu investieren.

„Kindertageseinrichtungen sind für uns weit mehr als reine Betreuungsangebote. Sie sind ein zentraler Bestandteil unseres Bildungssystems und schaffen wichtige Chancen für Kinder von Anfang an. Gleichzeitig entlasten sie Familien ganz konkret im Alltag. Mit der geplanten Reduzierung der Elternbeiträge wollen wir den Zugang zu qualitativ hochwertiger Betreuung unabhängig von der finanziellen Situation der Eltern weiter erleichtern“, begründet Bürgermeister Sascha Solbach die Halbierung der KiTa-Beiträge.

Einkommensschwächere Haushalte profitieren besonders stark

Im Detail sieht das neue Modell eine Entlastung aller Familien vor – insbesondere aber für einkommensschwächere Haushalte. So waren bislang Eltern mit einem Jahreseinkommen unter 15.000 Euro beitragsfrei. Künftig soll diese Grenze auf 30.000 Euro angehoben werden. Gleichzeitig werden die Einkommensstufen künftig differenzierter gestaltet, um die Beiträge gerechter zu verteilen.

Die Stadt Bedburg setzt deshalb zunächst auf ein gestuftes Modell, das neben dem Einkommen der Eltern auch die unterschiedlichen Betreuungszeiten berücksichtigt und gleichzeitig eine verlässliche Grundlage für die weitere Planung schafft. Die Erfahrungen aus dem KiTa-Jahr 2026/2027 sollen genutzt werden, um tragfähige Regelungen für eine vollständige Beitragsfreiheit ab dem KiTa-Jahr 2027/2028 zu entwickeln.

Das Modell entlastet die 35-Stunden-Betreuung geringfügig stärker als andere Stundenmodelle. Hintergrund ist unter anderem, dass der bekannte Anstieg der 45-Stunden-Betreuung bei vollständigem Beitragserlass seitens des Landes Nordrhein-Westfalen grundsätzlich gedeckelt ist und die Einrichtungen vor personellen Herausforderungen stellen könnte.

Finanziell bedeutet die geplante Halbierung der Beiträge eine erhebliche Entlastung der Eltern: Bei Kindern über drei Jahren reduzieren sich die Einnahmen der Stadt aus Elternbeiträgen von bislang rund 660.000 Euro auf etwa 320.000 Euro für ein Kindergartenjahr – ein Rückgang um rund 51 Prozent. Bei Kindern unter drei Jahren sinken die Einnahmen von rund 670.000 Euro auf etwa 325.000 Euro, ebenfalls um rund 51 Prozent.

In Summe werden Familien in Bedburg damit um mehr als die Hälfte der bisherigen Beiträge entlastet. Besonders Familien mit geringerem Einkommen profitieren von den neuen Regelungen, während gleichzeitig alle Eltern eine spürbare finanzielle Entlastung erfahren sollen.

(-ekG.)
Jetzt anmelden!
„Stadtradeln“ startet am 5. Juni im Rhein-Kreis Jetzt anmelden!