Große Anerkennung für gelebtes Engagement Stadt Bedburg als „Europaaktive Kommune“ ausgezeichnet

Kaster · Für ihr vielfältiges und nachhaltiges Engagement rund um Europa ist die Stadt Bedburg als „Europaaktive Kommune“ ausgezeichnet worden. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in der Düsseldorfer Staatskanzlei würdigten Europaminister Nathanael Liminski und Kommunalministerin Ina Scharrenbach das vorbildliche europäische Engagement der Stadt.

Anna Noddeland, Leiterin der Stabsstelle Demokratie, Internationales, Fördermittel bei der Stadt Bedburg, nahm die Auszeichnung gemeinsam mit Dezernent Torsten Stamm in der Staatskanzlei in Düsseldorf entgegen.

Foto: NRW.

„Wir sind sehr glücklich und auch ein Stück stolz über diese Auszeichnung. Sie zeigt, dass unser Einsatz für Europa hier vor Ort gesehen und gewürdigt wird. Europa lebt vom Mitmachen – und genau das ermöglichen wir in Bedburg gemeinsam mit vielen engagierten Bürgern“, betont Anna Noddeland, Leiterin der Stabsstelle Demokratie, Internationales, Fördermittel (DIF), die die Auszeichnung gemeinsam mit Dezernent Torsten Stamm entgegennahm.

Bedburg ist damit – nach Brühl – erst die zweite Stadt im Rhein-Erft-Kreis, die diesen Titel trägt.

Im Mittelpunkt der Bedburger Europa-Arbeit steht die aktive Einbindung der Bürger in den europäischen Integrationsprozess. Niedrigschwellige und einfach zugängliche Angebote – insbesondere für Kinder und Jugendliche – sind dabei ein zentraler Baustein. So finden im Rahmen der „Europawochen“ regelmäßig Aktionstage an den Bedburger Schulen statt. Ob Europatag an Grundschulen, Mitmachtheater am Silverberg-Gymnasium oder Diskussionsformate mit Europa-Abgeordneten: Junge Menschen setzen sich kreativ und kritisch mit Themen wie Demokratie, Frieden, Klimaschutz und Wahlen auseinander.

Ein weiterer Höhepunkt ist das jährlich stattfindende „Fest der Kulturen“, das internationale Begegnung, Musik, Tanz und Austausch vor Ort in Bedburg miteinander verbindet. Mit unterschiedlichen Ausstellungen, Multimediashows zum Europäischen Parlament oder weiteren Veranstaltungsreihen schafft die Stadt vielfältige Anlässe, sich mit europäischen Themen auseinanderzusetzen. Ziel ist es,

Europa greifbar zu machen – durch Information, Dialog und konkrete Mitmachmöglichkeiten. Dabei werden bewusst Schulen, Vereine, Initiativen sowie politische Vertreterinnen und Vertreter einbezogen.

Darüber hinaus pflegt Bedburg einen guten Austausch mit seinen internationalen Partnerstädten Estepona (Spanien), Mykolajiw (Ukraine) und Pardes Hanna-Karkur (Israel). Neben kulturellen und schulischen Projekten spielen Solidaritätspartnerschaften, Nachhaltigkeits- und Demokratieprojekte sowie der Austausch zu Energie- und Transformationsfragen eine wichtige Rolle.

Europaminister Nathanael Liminski erklärte: „Nordrhein-Westfalen wird als Land mitten im Herzen Europas dann besonders erkennbar, wenn man den leidenschaftlichen Einsatz der unterschiedlichsten Akteure vor Ort betrachtet. Sie setzen sich für Demokratie und ein friedliches Zusammenleben in Europa ein. Sie organisieren – ob im Beruf oder Ehrenamt – Städtepartnerschaften, grenzüberschreitende Projekte zusammen mit unseren Nachbarn, Aktionstage, interkulturelle Musikfestivals, Sprachprojekte und Jugendaustausche. Als Landesregierung wollen wir diesen Einsatz von Kommunen und die Zivilgesellschaft sichtbar würdigen, damit Andere folgen. Europa braucht Vorbilder, damit es selbst Vorbild sein kann. Die ausgezeichneten Projekte leisten genau hierzu einen wertvollen Beitrag.“

Unterstützt wird das Engagement in Bedburg durch eine aktive Fördermittelakquise im europäischen Kontext, etwa im Rahmen von Europawochen-Programmen oder EU-Initiativen. Die Stabsstelle DIF bündelt dabei Förderinformationen und begleitet Schulen, Vereine und Fachbereiche bei Anträgen und Projekten.

Kommunalministerin Ina Scharrenbach betonte: „Europa wird in Brüssel gedacht, aber in den Kommunen gemacht. Wenn wir von Europa sprechen, denken die meisten an die großen Institutionen der Europäischen Union: Parlament, Rat und Kommission. Doch hier werden nur die Rahmenbedingungen festgelegt. In den Kommunen wird Europa jedoch erst zum Leben erweckt. Kommunen haben eine besondere Verantwortung für die Vermittlung europäischer Ideen in das tägliche Leben der Menschen. Jeden Tag entwickeln sie die europäische Idee durch ihr Handeln und ihre Ideen ein Stück weiter. Alle, die heute ausgezeichnet werden, setzen sich für ein bürgernahes und zukunftsfähiges Europa ein. Sie sind Vorbilder für andere Kommunen, den europäischen Gedanken fassbar und erfahrbar zu gestalten.“

Die Auszeichnung „Europaaktive Kommune“ der Landesregierung Nordrhein-Westfalen erhielten in diesem Jahr ebenfalls der Kreis Borken sowie die Städte Espelkamp (Kreis Minden-Lübbecke) und Siegburg (Rhein-Sieg-Kreis) sowie die Gemeinde Wadersloh (Kreis Warendorf). Insgesamt tragen nun 73 kommunale Akteure in Nordrhein-Westfalen die seit 2013 vergebene Auszeichnung „Europaaktive Kommune“.

Die Ehrung erfolgt im Namen von Ministerpräsident Hendrik Wüst. Die nächste Bewerbungsrunde ist für 2027 geplant.

(-ekG.)