Auch vier Jahre nach Kriegsbeginn Bedburg unterstützt ukrainische Partnerstadt

Bedburg · Seit nunmehr ziemlich genau vier Jahren herrscht der russische Angriffskrieg in der Ukraine – ein Ende scheint weiterhin nicht in Sicht. Besonders stark betroffen ist die südukrainische Stadt Mykolajiw. Als Zeichen der gelebten Solidarität setzt die Stadt Bedburg ihre Unterstützung fort.

Gemeinsam mit der Stadt Bedburg unterstützen der "Lions Club Bergheim", der Deutsch-Ukrainische Verein „Blau-Gelbes-Kreuz“ sowie der Städtepartnerschaftsverein Bedburg die Hilfslieferungen in die ukrainische Partnerstadt Mykolajiw.

Foto: SBed.

Erst vor wenigen Tagen ist ein Multifunktionsradler in Mykolajiw angekommen. In den kommenden Tagen folgt – ebenfalls in Kooperation mit dem Verein „Blau-Gelbes-Kreuz Deutsch-Ukrainischer Verein“ – ein weiterer Minibus mit mechanischer Rollstuhlrampe. Das Fahrzeug ermöglicht den Transport von bis zu neun Personen oder vier bis sechs Rollstuhlplätzen und soll insbesondere im sozialen und medizinischen Bereich zum Einsatz kommen.

Beschafft wurden die Hilfsgüter – wie bereits bei der jüngsten Hilfslieferung im Mai 2025 – durch die „Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit“ (GIZ) im Rahmen des Projekts „Kommunale Partnerschaften für Bevölkerungsschutz und Wiederaufbau in der Ukraine“. Das Projekt wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert und von der GIZ durchgeführt. Kooperationspartner sind die „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ von „Engagement Global“, der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund.

Im Rahmen des Projekts ist die Stadt Bedburg für die Organisation und die Übernahme der Kosten für den Transport der Hilfsgüter in der Partnerstadt zuständig. Neben dem Einsatz von eigenen finanziellen Mitteln wurde die Stadt Bedburg bei den beiden Hilfslieferungen von großzügigen Spenden des Städtepartnerschaftsvereins Bedburg und des „Lions Club Bergheim“ unterstützt. Bei der Planung und Überführung der Güter setzt die Stadt weiterhin auf fachliche Unterstützung durch den Deutsch-Ukrainischer Verein „Blau-Gelbes-Kreuz“.

Gemeinsam mit der Stadt Bedburg unterstützen der "Lions Club Bergheim", der Deutsch-Ukrainische Verein „Blau-Gelbes-Kreuz“ sowie der Städtepartnerschaftsverein Bedburg die Hilfslieferungen in die ukrainische Partnerstadt Mykolajiw.

Foto: SBed.

„Die Lage in Mykolajiw ist weiterhin äußerst angespannt. Mit dem Multifunktionsradler und dem zusätzlichen Minibus leisten wir einen weiteren konkreten Beitrag, um die Mobilität und Versorgung vor Ort zu verbessern. Unsere Solidarität mit den Menschen in Mykolajiw ist und bleibt ungebrochen“, betont Bürgermeister Sascha Solbach.

Seit Beginn der Solidaritätspartnerschaft mit Mykolajiw im November 2022 hat die Stadt Bedburg zahlreiche Hilfsgüter in die Ukraine entsandt. Neben Wasseraufbereitungsanlagen (2022) und drei Transportfahrzeugen (2023) wurden insbesondere in den Jahren 2024 und 2025 mehrere Hilfspakete mit Notstromgenerator, Hebebühne und Fahrzeugen in Zusammenarbeit mit der GIZ bereitgestellt. Darüber hinaus spendete die Stadt Bedburg große Mengen an Schreibutensilien für Schulkinder in der Ukraine sowie Weihnachtsgeschenke für Kinder in Kinderheimen.

Auch der Städtepartnerschaftsverein Bedburg, der im Juni 2023 gegründet wurde, engagiert sich seitdem kontinuierlich. Neben der Organisation von Weihnachtsgeschenken für Kinder in einer Tanzschule wurden durch zahlreiche Ehrenamtliche weitere Hilfslieferungen – darunter Generatoren, Kleidung, Verpflegung und weitere dringend benötigte Güter – auf den Weg gebracht.

Parallel dazu steht die Stadt Bedburg im engen Austausch mit anderen deutschen Kommunen, die ebenfalls Partnerschaften mit ukrainischen Städten pflegen. In diesem Rahmen werden aktuelle Entwicklungen, konkrete Bedarfe sowie gemeinsame Unterstützungsmaßnahmen abgestimmt und gebündelt.

Bedburg und die ukrainische Großstadt Mykolajiw verbindet seit dem 2. November 2022 eine Solidaritätspartnerschaft. In Bedburg leben aktuell rund 330 Menschen aus der Ukraine, der Großteil von ihnen stammt aus Mykolajiw.

(-ekG.)